Französisch-niederländische Produktion gewinnt IBAFF 2026

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Murcia

Französisch-niederländische Produktion gewinnt IBAFF 2026

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Höchste Auszeichnung für Coproduktion

Die 16. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals von Murcia (IBAFF) ist mit der Verleihung der Preise zu Ende gegangen. In der offiziellen Wettbewerbssektion setzte sich der Spielfilm „Memory“ durch. Das Werk der Regisseurin Vladlena Sandu entstand als gemeinsame Produktion Frankreichs und der Niederlande und lief 2025 erstmals. Die 98-minütige Arbeit überzeugte die Jury in der Kategorie bester Langfilm.

Sandu, geboren auf der Halbinsel Krim, arbeitet als Regisseurin, Drehbuchautorin und Theatermacherin. In ihren Arbeiten setzt sie sich wiederkehrend mit Erinnerung, kriegerischen Konflikten und erzwungener Migration auseinander.

Die Preisverleihung fand am späten Freitagabend in der Kaserne Cuartel de Artillería statt. Dort wurden auch die weiteren Gewinner der einzelnen Sektionen bekannt gegeben.

Kurzfilmpreis geht an US-kolumbianische Koproduktion

In der Kategorie Bester Kurzfilm entschied der professionelle Kurzfilm-Jurypreis zugunsten von „¿Dónde está Samuel?“ („Wo ist Samuel?“). Der fünfinütige Beitrag stammt von Jared Katsiane und ist eine Produktion der USA und Kolumbiens aus dem Jahr 2025.

Neben den Jurypreisen wurden auch Publikumspreise vergeben. Beim Langfilm stimmte das Festivalpublikum für „Tangles“ aus Kanada. Der Film von Leah Nelson stammt aus dem Jahr 2026. Beim Kurzfilm fiel die Wahl der Zuschauer auf „Campolivar“ von Alicia Moncholí.

Soziales Engagement und regionale Filme

Besondere Erwähnung verdient der IBAFF Solidario. Diese Auszeichnung würdigt Produktionen mit sozialem Fokus. In diesem Jahr ging der Preis an den amerikanischen Streifen „Down the Hatch“ der Regisseurin Alexandra McGuinness. Der Film entstand 2025 und steht stellvertretend für das Bestreben des Festivals, ein breites Publikum anzusprechen.

In der Reihe Panorama Murcia setzte sich der Dokumentarfilm „Flores y estorninos“ durch. Regie führte Raquel Agea aus Benidorm, die sich auf dokumentarisches Kino spezialisiert hat.

Ehrungen für zwei Filmemacher

Ein Abend der Anerkennung war es auch für Adolfo Arrieta. Der 84-jährige Filmemacher, eine prägende Figur des unabhängigen und experimentellen Kinos, wurde mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Pionier des Autorenfilms nahm die Ehrung sichtlich bewegt entgegen und richtete Dankesworte an die Festivalleitung.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die aus Murcia stammende Schauspielerin Marta Nieto. Sie erhielt den Preis „Arrebato“, der ihre bisherige Laufbahn und ihren Stellenwert im spanischen Kino würdigt.

Das Festival lief über neun Tage und bot neben den Wettbewerbsvorführungen ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu gehörten Branchentreffen, Workshops und Podiumsdiskussionen.


Quelle: europapress.es

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