
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Franco-Opfer-Denkmal in Valencia beschädigt
Anschlag mit Nazi-Symbolik auf Mahnmal
In der valencianischen Gemeinde Quart de Poblet ist ein neu eingeweihtes Denkmal zur Erinnerung an Opfer des Franquismus mutwillig beschädigt worden. Wie die örtliche Stadtverwaltung mitteilte, wurde die Skulptur „El Pes de la Memòria“ (Das Gewicht der Erinnerung) mit Hakenkreuzen sowie den Aufschriften „España“ und „rojos no“ (keine Roten) besprüht.
Die Behörden reagierten umgehend: In einer Stellungnahme auf den sozialen Netzwerken verurteilte das Rathaus den Vorfall als „inakzeptabel“ und kündigte an, dass die Ermittlungen bereits laufen. Man werde „mit aller Konsequenz gegen die Verantwortlichen vorgehen“. Zugleich betonte die Kommune, dass weder Hass noch mangelnder Respekt die Erinnerung an die Ermordeten auslöschen könnten.
Ort der Reflexion und Ehre
Erst wenige Tage vor der Tat war das Kunstwerk des valencianischen Bildhauers Miguel Borrego der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Skulptur gedenkt 14 Einwohnern von Quart de Poblet, die zwischen 1939 und 1942 nach Militärgerichtsverfahren hingerichtet wurden. Der Standort auf der Plaza Valldecabres wurde bewusst gewählt, um einen Raum des Gedenkens, der Anerkennung und der Auseinandersetzung mit der demokratischen Erinnerungskultur zu schaffen.
An der Einweihungszeremonie nahmen neben Bürgermeisterin Cristina Mora auch Vertreter der Vereinigung der Angehörigen der am „Paredón de España“ (Erschießungsmauer Spaniens) getöteten Opfer sowie Familienmitglieder der Geehrten teil. Mora betonte damals: „Die Anerkennung der Opfer bedeutet nicht, den Schmerz anderer zu leugnen. Eine Demokratie muss keine Erinnerungen gegeneinander abwägen, aber sie muss Täter und Opfer von Gewalt klar benennen.“
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Vandalismusakten gegen Erinnerungsorte in der Region Valencia, die in den vergangenen Jahren immer wieder für politische Debatten gesorgt haben. Die Ermittlungen zu den aktuellen Tätern stehen noch am Anfang.
Quelle: Europa Press (Agenturmeldung, 11. Oktober)
Quelle: europapress.es