
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Festnahme nach sexueller Gewalt in Disco-Toilette
Brutaler Übergriff in Playa de Palma
In der Nähe des berüchtigten Ballermanns hat sich ein schweres Sexualdelikt ereignet. Die Nationalpolizei nahm einen Mann fest, der im Verdacht steht, eine Frau in den Toiletten eines Unterhaltungslokals vergewaltigt und den Angriff gefilmt zu haben. Wie die Beamten mitteilten, soll der Tatverdächtige das Video anschließend über einen Messengerdienst geteilt haben.
Tathergang nach Angaben der Polizei
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Samstagstunden. Eine Freundin des Opfers, die als Dolmetscherin fungierte, schilderte den Beamten: Die junge Frau habe den Mann kennengelernt, als er zuvor versuchte, mit ihr zu flirten. Sie habe ihm jedoch unmissverständlich klar gemacht, dass sie keinen sexuellen Kontakt wünsche. Als die Frau später die Toilette aufsuchte, folgte ihr der Verdächtige. Am Eingang wies das Sicherheitspersonal den Mann zunächst zurück, doch er nutzte einen unbeobachteten Moment, um der Frau hinterherzugehen.
In der Toilette packte der Angreifer sein Opfer den Angaben zufolge und zwang es in die Knie. Beim Versuch, sich loszureißen und wegzukriechen, zog sich die Frau Abschürfungen und Blutergüsse an den Knien zu. Anschließend vergewaltigte der Mann sie ohne Verhütung. Die Frau bemerkte, dass er die Tat filmte und das Material über eine Messaging-App verschickte.
Hilfe durch Sicherheitspersonal
Als es der Frau gelang, die Tür zu öffnen, kümmerte sich das Sicherheitspersonal sofort um sie. Die Angestellten hielten den Tatverdächtigen fest und alarmierten die Nationalpolizei über die Notrufnummer 091. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort ein und fanden die Frau weinend vor.
Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Ihm wird ein Sexualdelikt mit Eindringen vorgeworfen. Das Opfer wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Anschließend erstattete sie Anzeige bei der Polizeibehörde. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen weiteren Beteiligten, an die das Video verschickt wurde, dauern an. Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, könnte die Verbreitung des Bildmaterials ein weiteres Delikt darstellen, da es sich um Darstellungen sexueller Gewalt handelt. Die Behörden prüfen derzeit, ob neben der Anklage wegen Vergewaltigung auch ein Verfahren wegen der Herstellung und Verbreitung von Missbrauchsmaterial eingeleitet wird. Die Ermittler werten zudem die gesicherten Daten der Messaging-App aus, um den Empfängerkreis einzugrenzen. Experten weisen in diesem Zusammenhang auf die besondere Schwere solcher Taten hin, da die digitale Verbreitung die Traumatisierung der Opfer zusätzlich verstärkt. Der Beschuldigte soll in den kommenden Tagen dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Eine Untersuchungshaft gilt als wahrscheinlich, da Fluchtgefahr und die Schwere des Vorwurfs eine Freilassung nicht nahelegen.
Quelle: europapress.es