
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Festnahme nach brutaler Geiselnahme an Geldautomat
Chronik eines Gewaltverbrechens
Die Ermittlungen der Nationalpolizei nahmen ihren Ausgang im Polizeirevier von Orihuela. Dort erstattete am 10. Mai ein 46-jähriger Mann Anzeige. Er gab an, von einem Bekannten aus der Stadt mit Waffen bedroht, geschlagen und beraubt worden zu sein, wie die Behörden in einer Mitteilung darlegten.
Tatablauf nach Angaben der Polizei
Laut der polizeilichen Rekonstruktion wurde der Geschädigte an einem Geldautomaten überfallen, als er eine Transaktion durchführte. Der Täter schlug ihm gegen die Brust und forderte unter Vorhalt einer kleinen Pistole und eines Messers die Herausgabe allen mitgeführten Geldes. Als das Opfer sich weigerte, es am Tatort zu übergeben, zwang der Angreifer ihn, ihn zu seiner Wohnung zu begleiten.
Dort gelang es dem Täter schließlich, an das Bargeld des 46-Jährigen zu kommen. In der weiteren Konfrontation sah das Opfer eine Gelegenheit zur Flucht. Es erklärte, mehr Geld vom Automaten holen zu müssen, und nutzte diesen Moment, um sich zu lösen und direkt zur Polizeiwache zu gehen.
Schnelle Festnahme und Hinweise auf Wiederholungstäter
Die zuständigen Beamten konnten die Identität des mutmaßlichen Täters rasch klären. Noch am Tag der Tat nahmen sie den 52-jährigen Mann in seiner eigenen Wohnung in Orihuela fest. Bei den Ermittlungen stellte sich ein schwerwiegender Zusammenhang heraus: Der Geschädigte gab an, von derselben Person bereits im Vormonat auf identische Weise angegriffen worden zu sein. Aus Angst vor Vergeltung hatte er damals jedoch keine Anzeige erstattet.
Verfahrensstatus
Der Festgenommene wurde nach Abschluss der polizeilichen Formalitäten dem zuständigen Ermittlungsrichter in Orihuela vorgeführt. Die Anklage lautet auf Raub mit Gewalt und Einschüchterung.