
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Festivalbranche spült 71 Millionen in die Region
Festival-Sommer als Wirtschaftsmotor
Die Musikfestivals in der Region Murcia haben sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Wie eine Studie der Cátedra de Competitividad des Colegio de Economistas und der Universidad Politécnica de Cartagena ergab, erzeugt die Branche ein jährliches Produktionsvolumen von mehr als 71 Millionen Euro. Das sichert umgerechnet 782 ganzjährige Vollzeitstellen. Besonders beeindruckend: Jeder einzelne investierte Euro in die Veranstaltungen bringt eine Wertschöpfung von 13 Euro in die regionale Wirtschaft zurück. Das berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press.
Investition in die Zukunft
Die Zahlen belegen die hohe Rentabilität der Ausgaben für Live-Musik. Für jede Million Euro, die in Festivalorganisationen fließt, entstehen laut Analyse 143 zusätzliche Arbeitsplätze und ein Produktionsanstieg von 13 Millionen Euro. Diese Multiplikatoreffekte nannte Regierungschef Fernando López Miras bei der Vorstellung des Berichts als zentralen Grund für die Aufstockung der Fördermittel: Der regionale Ministerrat verabschiedete kürzlich einen Etat von 3,4 Millionen Euro für das Jahr 2026.
"Die Ergebnisse zeigen, dass wir ein solides, nachhaltiges Modell mit großem Wachstumspotenzial haben", sagte López Miras in seiner Rede vor Festivalkoordinatorinnen und -veranstaltern. "Hinter jeder Zahl stehen Promoter, die Risiken eingehen, Unternehmen, die wachsen, und Künstler, die von der Bühne träumen."
Publikum wird älter und reist weiter
Interessante Einblicke liefert der Bericht auch in das Besucherprofil. Das Durchschnittsalter der Gäste liegt bei 46 Jahren – ein Hinweis darauf, dass Festivals längst nicht mehr nur das junge Publikum anziehen. Rund 42 Prozent der Besucher reisen aus anderen spanischen Regionen an, vier Prozent kommen aus dem Ausland. Die Studie empfiehlt daher verstärkt Strategien zur Erhöhung der Übernachtungszahlen.
Gleichzeitig raten die Wirtschaftswissenschaftler dazu, sowohl große Formate mit höherem Pro-Kopf-Umsatz als auch mittelgroße Festivals zu unterstützen, die besonders hohe Zufriedenheits- und Loyalitätswerte erreichen. Auch die lokalen, soziokulturellen Kleinveranstaltungen sollten in ihrer Besonderheit gestärkt werden.
Effizienter als andere Regionen
Ein Vergleich mit anderen Autonomen Gemeinschaften fällt zugunsten der Region Murcia aus: Die dortigen Festivals weisen eine höhere ökonomische Effizienz auf als ähnliche Veranstaltungen andernorts. Sie fungieren als Katalysatoren des Kultur- und Tourismusschwerpunkts und locken Gäste mit überdurchschnittlicher Ausgabeneigung an.
Als Herausforderungen für die kommenden Jahre nennen die Macher der Studie unter anderem die Verbesserung von Mobilität und Barrierefreiheit, den kontinuierlichen Dialog mit der lokalen Bevölkerung sowie die Professionalisierung der Logistikabläufe. In der Gesamtschau, so das Fazit der Untersuchung, stelle die Marke „Festivales Región de Murcia" ein strategisches Projekt dar, das Tourismus, Kultur, sozialen Zusammenhalt und regionale Identität gleichermaßen stärkt.
Quelle: Europapress / Region Murcia
Quelle: europapress.es