
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Fancine feiert Liebe und Genrekino
Jubiläumsausgabe mit neuem Motto
Das Fantastische Filmfestival der Universität Málaga, kurz Fancine, startet in seine 36. Runde. Vom 10. bis 17. November verwandelt sich die andalusische Stadt erneut in einen Treffpunkt für Freunde des fantastischen Kinos. Unter dem Motto „Programados para amar“ widmet sich das Festival in diesem Jahr den vielen Facetten der Liebe – präsentiert durch Genreklassiker, Horrorstreifen und Science-Fiction-Werke.
Insgesamt stehen 83 Produktionen auf dem Spielplan. Ein besonderes Highlight sind die beiden Spanien-Premieren „Little Doors“ und „The Fertilizer Home“. Die Veranstalter erwarten zudem eine Reihe neuer Impulse: Erstmals wird ein Jugendjury-Preis vergeben, und mit der Casa de Socorro kommt eine weitere Spielstätte hinzu. Diese dient normalerweise als Inkubator für Kreativ- und Kulturunternehmen und soll den Austausch mit Branchenprofis fördern.
Programmhighlights und Wettbewerb
Den Auftakt macht am Dienstag, dem 10. November, die spanische Komödie „5 minutos más“ von Javier Ruiz Caldera, geschrieben von und mit Berto Romero. Die Entscheidung für diesen frühen Starttermin hat einen praktischen Grund: Wegen eines angekündigten Generalstreiks am Folgetag ruht der Festivalbetrieb dann komplett. Den Abschluss bildet am 17. November „Family Movie“, bei dem das Schauspielerpaar Kevin Bacon und Kyra Sedgwick gemeinsam Regie führte.
In der offiziellen Sektion konkurrieren zehn Langfilme um den Hauptpreis, der mit 6.000 Euro dotiert ist. Zu den Anwärtern zählen unter anderem „La desconocida“ von Arthur Harari, das Debüt „Dreamquil“ von Alex Prager sowie der spanische Beitrag „Salitre“ von Norma Vila. Auch die deutschsprachige Produktion „Hen“ von Nico Scheepers ist im Rennen.
Das Begleitprogramm umfasst weitere Kategorien: In der Horror Zone laufen fünf Filme, die Animationsabteilung Ánima Zone zeigt ebenfalls Arbeiten, und die Sektion Zona Iberoamericana ist in diesem Jahr erstmals wettbewerblich ausgerichtet. Zudem gibt es ein eigenes Kurzfilmprogramm.
Mehr als nur Kino
Neben den Vorführungen im traditionsreichen Kino Albéniz lockt das Festival mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Dazu gehören ein Konzert mit Filmmusik, ein K-Pop-Wettbewerb, Workshops für Kinder sowie die Verleihung der Preise für Comics und Fantastische Kurzgeschichten. Neu ist die Kooperation mit dem UMA Graphic Festival Ende Oktober. Zudem sorgen Sonderveranstaltungen wie eine „Rocky Horror Picture Show“-Drag-Performance und eine „Moon“-Projektion an der Fakultät für Naturwissenschaften für Abwechslung.
Wie die Veranstalter bei der Präsentation betonten, sei der Nachwuchs ein zentraler Baustein des Festivals. Die siebenköpfige Jugendjury, bestehend aus Studierenden, vergibt in diesem Jahr erstmals einen mit 1.500 Euro dotierten Preis für den besten Langfilm im Wettbewerb. Auch bei den Kurzfilmen in den Kategorien Realfilm und Animation hat das junge Gremium ein Wörtchen mitzureden. Die Sieger der Jugendjury werden zudem für den europäischen Méliès d’Argent nominiert.
Tickets für die Vorstellungen im Kino Albéniz sind ab dem 30. Oktober erhältlich, der Eintritt kostet einheitlich vier Euro. Weitere Informationen und das vollständige Programm sind auf der offiziellen Festivalwebsite zu finden.
Wie das Nachrichtenportal Europa Press berichtet, setzt die Universität mit diesem Konzept auf Öffnung: Die Kulturbeauftragte der Hochschule bezeichnete das Festival als „die unterhaltsamste Art, die Uni der Stadt zu präsentieren“. In Zeiten, in denen Beziehungen stark von Bildschirmen geprägt seien, solle die Leinwand ein Ort der Begegnung sein. Europa Press zufolge ist das Festival seit Langem eine feste Größe im Kulturkalender der Stadt.
Quelle: europapress.es