Erneuter Angriff: Dritter Übergriff in zehn Tagen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Sevilla

Erneuter Angriff: Dritter Übergriff in zehn Tagen

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Serie von Gewaltätigkeiten erschüttert Justizvollzugsanstalt

Die Gewerkschaft CSIF hat einen erneuten Gewaltvorfall in der Justizvollzugsanstalt Sevilla I gemeldet. Ein Beamter erlitt bei einem Angriff durch einen Gefangenen Verletzungen am Kopf und am Handgelenk. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch während einer Verlegung zwischen verschiedenen Haftbereichen.

Eskalation trotz Sicherungsmaßnahmen

Nach Angaben der Gewerkschaft hatte der betroffene Insasse kurz zuvor eine angeordnete Isolationshaft beendet und wurde zurück in seinen regulären Hafttrakt gebracht. Während des Transports bedrohte er den begleitenden Beamten mit dem Tode und kündigte an, was ihm "auf freiem Fuß" passieren würde. Der Beamte brach daraufhin den Transport ab und wollte den Gefangenen in den Isolationsbereich zurückbringen. In diesem Moment schlug der Häftling zu und traf den Beamten am Kopf und am Handgelenk.

Durch das beherzte Eingreifen weiterer Bediensteter konnte der Angreifer überwältigt und zurück in den Arrestbereich gebracht werden. Der verletzte Mitarbeiter musste anschließend in einem Krankenhaus behandelt werden.

Gewerkschaft sieht strukturelle Probleme

Die CSIF sieht sich in ihrer Kritik an den Zuständen in der Haftanstalt bestätigt. Erst vor weniger als zwei Wochen hatte ein neu eingelieferter Gefangener versucht, einen Beamten mit einem selbstgefertigten Messer anzugreifen, wobei drei Mitarbeiter verletzt wurden.

Forderungen nach Konsequenzen und Reformen

Die Gewerkschaft fordert als Reaktion auf die Vorfälle ein überarbeitetes Sicherheitskonzept für den Strafvollzug. Konkret verlangt sie eine Aktualisierung der veralteten Vorschriften, eine bessere personelle Ausstattung sowie spezielle Schulungen für den Umgang mit gewalttätigen Insassen. Zudem wird eine psychologische Betreuung für das Personal gefordert.

Die CSIF verlangt zudem, dass der Angreifer die strengsten disziplinarischen Konsequenzen erhält und in eine andere Einrichtung verlegt wird. Man erwarte, dass der Status als Amtsperson, der vom Parlament bereits beschlossen wurde, nun endlich umgesetzt werde, so die Gewerkschaft weiter.

Forderungen nach Konsequenzen

Hintergrund der Kritik ist ein Vorfall von vor weniger als zwei Wochen, als ein neu eingelieferter Häftling versucht haben soll, einen Beamten mit einem selbstgebauten Messer anzugreifen. Bei diesem Zwischenfall wurden drei Angestellte verletzt. Die Gewerkschaft sieht die Sicherheitslage gefährdet und fordert einen neuen Umgang mit solchen Vorfällen.

Gewerkschaft fordert umfassende Reformen

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Überarbeitung des Sicherheitsprotokolls, mehr Personal, verbesserte Ausrüstung sowie eine schnellere Umsetzung der gesetzlichen Anerkennung als Polizeibeamte. Zudem fordert sie psychologische Betreuung für die betroffenen Mitarbeiter. Die zuständige Gefängnisleitung wurde aufgefordert, den Angreifer in den strengsten Sicherheitsbereich zu verlegen und disziplinarische Schritte einzuleiten.

Mangelnde Personalausstattung als Ursache

„Drei Angriffe in weniger als zehn Tagen sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis einer überlasteten Anstalt mit unzureichender Personaldecke und einer Verwaltung, die weiterhin untätig bleibt", erklärte die Gewerkschaft in einer Stellungnahme. CSIF fordert neben einem neuen Sicherheitsprotokoll auch mehr Personal und spezielle Schulungen für den Umgang mit gewaltbereiten Insassen. Zudem wird die zeitnahe Umsetzung des bereits beschlossenen Polizeistatus für Gefängnisbeamte gefordert.

Hintergrund der Anschläge

Bereits vor knapp zwei Wochen hatte ein neu eingelieferter Häftling versucht, einen Beamten mit einem selbstgebauten Messer anzugreifen. Bei diesem Vorfall wurden insgesamt drei Mitarbeiter verletzt. Die Gewerkschaft sieht die wiederholten Vorfälle als Beleg für eine unzureichende Personalausstattung und veraltete Sicherheitskonzepte in der Anstalt.


Quelle: europapress.es

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