
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Diebstahl von Bahnkupfer in Barcelona aufgeklärt
Zugriff nach Verkaufsversuch
Die katalanische Polizei Mossos d'Esquadra hat einen Schlag gegen Metalldiebstahl im Bahnverkehr gemeldet. Bereits am 5. Oktober gelang den Ermittlern nach eigenen Angaben ein Zugriff, der nun offiziell kommuniziert wurde. Zivilfahnder beobachteten am frühen Nachmittag gegen 12.40 Uhr, wie zwei vermummte Personen einen Zaun überwanden und sich auf das Gleisgelände nahe des Bahnhofs Barcelona La Sagrera begaben.
Wie die Polizeibehörde am darauffolgenden Sonntag mitteilte, handelte es sich bei den Beobachteten um mutmaßliche Metalldiebe. Das Duo hatte bereits Kupfermaterial von den Schienenanlagen abmontiert und in versteckten Taschen verstaut. Anstatt die Beamten direkt zu konfrontieren, entschieden sich die Einsatzkräfte für eine folgenreiche Beobachtungstaktik.
Der Weg führte zur Wertstoffannahme
Den Ermittlern war ein nahegelegenes Recyclingzentrum bekannt. Dorthin, so die Annahme der Beamten, würden die Täter ihr Diebesgut bringen, um es zu Geld zu machen. Diese Vermutung bestätigte sich: Am Schrottplatz trafen die Polizisten auf zwei Personen, die exakt auf die zuvor gefunkte Personenbeschreibung passten.
Die Bilanz des Einsatzes ist beachtlich. Bei den Verdächtigen sichergestellt werden konnten 134 Kilogramm Kupfer, deren Marktwert auf rund 1.246 Euro geschätzt wird. Die beiden mutmaßlichen Täter, ein 41-jähriger Mann und ein 17-jähriger Jugendlicher, hatten das Diebesgut bereits bei der Annahmestelle abgeliefert und befanden sich im Wartezustand auf die Auszahlung der Verkaufssumme, als die Beamten zuschlugen.
Vorbelastete Verdächtige
Die anschließenden Überprüfungen förderten Erkenntnisse zur Person der Festgenommenen zutage. Gegen den 17-Jährigen lag ein aktiver Haftbefehl vor, der im Zusammenhang mit einem früheren Einbruchsdiebstahl ausgestellt worden war. Der 41-jährige Komplize ist den Behörden in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen ähnlich gelagerter Delikte aufgefallen. Der ältere der beiden Beschuldigten wurde am 8. Oktober einem Richter vorgeführt, während die jugendliche Person in separaten Verfahren behandelt wird.
Prävention im Schienennetz
Der Vorfall reiht sich ein in die Aktivitäten des sogenannten Plans "Pla Via". Diese strategische Initiative der katalanischen Polizei zielt darauf ab, die Überwachung kritischer Punkte im Schienennetz zu intensivieren. Besonderes Augenmerk liegt auf Stellen mit erhöhtem Risiko für Kupferdiebstähle, da solche Eingriffe in die Infrastruktur potenziell schwerwiegende Störungen des gesamten Bahnbetriebs nach sich ziehen können. Wie die Polizei weiterhin betont, stellt die Sicherung dieser Anlagen eine Daueraufgabe dar, da der wirtschaftliche Anreiz für Diebe durch die hohen Rohstoffpreise nach wie vor erheblich ist.
Quelle: europapress.es