
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Der Schlächter von Mondragón ist tot
Der Tod eines unerbittlichen Terroristen
Wie die baskische Zeitung Naiz berichtet, ist Jesús Mari Zabarte am Dienstagabend im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Mann, der unter dem Namen „Carnicero de Mondragón“ bekannt wurde, galt als einer der gewalttätigsten und extremistischsten Köpfe der baskischen Terrororganisation ETA. Er wurde zu 615 Jahren Haft verurteilt, verbüßte jedoch nur knapp 30 Jahre, bevor er 2013 nach der Aufhebung der Parot-Doktrin durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte freikam.
Ein Leben im Dienst des Terrors
Zabarte wurde 1945 in Mondragón (Arrasate) geboren und schloss sich ETA bereits in den 1960er-Jahren an, in der Frühphase der terroristischen Gruppe. Sein kriminelles Wirken umfasst mindestens 17 Morde. Besonders tragisch war der Tod des 13-jährigen José María Piris, der als erstes von insgesamt 22 Kindern gilt, die durch ETA-Anschläge ums Leben kamen. Zabarte wurde wegen Beteiligung an rund 20 Anschlägen mit 17 Todesopfern verurteilt.
Die Verbrechen und die Verhaftung
Zu seinen schwersten Taten zählt der Angriff auf einen Konvoi der Guardia Civil in Ispaster im Jahr 1980. Sein Kommando feuerte mit Maschinenwaffen auf die Beamten und warf Granaten, wobei sechs Sicherheitskräfte getötet wurden. 1984 wurde Zabarte von der Guardia Civil nach einem Feuergefecht in Hernani festgenommen.
Keine Reue bis zuletzt
Zabarte zeigte nie Reue für seine Taten. In einem Interview nach seiner Freilassung sorgte er für Empörung, als er sagte: „Ich habe niemanden ermordet, ich habe hingerichtet.“ Diese Aussage brachte ihm eine Anzeige der Vereinigung der Terrorismusopfer wegen Verherrlichung des Terrorismus ein. Er blieb stets der radikalen Linie des terroristischen Umfelds treu.
Quelle: 20minutos.es