
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Darlehen für Mütter: Murcia startet Kreditprogramm
Zuschuss zum Neustart
Ab dem 1. November können selbstständige Frauen in der Region Murcia, die in den vergangenen 24 Monaten ein Kind geboren haben, finanzielle Unterstützung für ihre berufliche Tätigkeit beantragen. Das regionale Institut für Kredit und Finanzen (Icref) stellt im Rahmen der Linie „Reactiva Mujer“ Darlehen von bis zu 25.000 Euro bereit. Die Mindestsumme liegt bei 15.000 Euro. Wie die Regionalregierung mitteilte, ist das Programm Teil der Initiative „Mamá Re-Activa“.
Vergünstigte Konditionen
Die Kreditkonditionen sind darauf ausgelegt, den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag zu erleichtern. Die Regierung übernimmt die Zinskosten für das erste Jahr. Zudem sind keine persönlichen Bürgschaften erforderlich. Die Förderbank Aválam sichert die Kredite vollständig ab. Auch die Eröffnungsgebühr entfällt; die Bearbeitungsgebühr wird subventioniert. Die Mittel können sowohl für Investitionen als auch für laufende Betriebskosten und Liquiditätsbedarf eingesetzt werden.
Vier Säulen zur Unterstützung
Die zuständigen Ministerinnen Conchita Ruiz (Sozialpolitik) und Marisa López Aragón (Wirtschaft) stellten das Programm bei einer Informationsveranstaltung vor. Es basiert auf vier Säulen: Neben der finanziellen Förderung umfasst es Fortbildungskurse zur Aktualisierung beruflicher Kenntnisse sowie Beratung durch Arbeitsvermittler des regionalen Arbeitsamts SEF. Darüber hinaus informiert die Initiative über Kinderbetreuungsangebote und stellt psychologische sowie juristische Hilfe bereit.
Das Angebot richtet sich nicht ausschließlich an Unternehmerinnen. Auch Arbeitnehmerinnen, die in den letzten zwei Jahren Mutter wurden, können von dem Programm profitieren. Sie erhalten bevorzugte Termine bei der Arbeitsvermittlung und werden bei der Stellensuche von spezialisierten Coaches begleitet. Zudem erhalten sie Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um Betreuungsangebote für minderjährige Kinder besser nutzen zu können.
Langfristige Perspektive
Für das Gesamtprogramm sind bis zum Jahr 2029 Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro eingeplant. Die Verantwortlichen betonen, dass die Mutterschaft nicht zum Ende einer beruflichen Laufbahn führen dürfe. Die Verwaltung wolle Frauen begleiten, damit sie nach der Geburt ihren Betrieb aufrechterhalten, ausbauen oder ein neues Projekt starten können. Die Kreditlinie ist im Instrument „Icref Financia 100“ des regionalen Finanzinstituts verankert.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, zielt das Vorhaben darauf ab, die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Müttern in der Region zu stärken und ihre Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Antragsfrist beginnt planmäßig im November. Weitere Details zu den Antragsvoraussetzungen sind über das Icref erhältlich.
Quelle: europapress.es