
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
DANA Adam überflutet Spanien
Der als DANA Adam bekannte Wetterausläufer hat am Samstag mit voller Wucht die spanische Halbinsel getroffen. Durch das Zusammenspiel mit einem Tiefdruckgebiet im Südwesten kommt es in mehreren Regionen zu starken, teils sintflutartigen Regenfällen. Die Behörden haben daher für weite Teile des Ostens und Südostens die höchste Alarmstufe ausgerufen.
Vermisste und Rettungseinsätze in Katalonien
Besonders angespannt ist die Lage in Katalonien. Dort sucht die Feuerwehr nach einer Frau, die in Cabrera de Mar in der Provinz Barcelona in einen Sturzbach gestürzt ist. Die Einsatzkräfte der Generalitat sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. In Sentmenat, ebenfalls in der Provinz Barcelona, konnten zwei ältere Menschen aus einem von den Wassermassen eingeschlossenen Fahrzeug gerettet werden.
Die regionalen Behörden haben zwischenzeitlich für mehrere Landkreise wie La Selva, Maresme, Vallès Oriental und Occidental sowie Barcelonès eine Notfallwarnung auf die Handys der Bevölkerung geschickt. Die Warnung galt bis in die frühen Morgenstunden. In Cabrils im Landkreis Maresme fielen 37,8 Liter pro Quadratmeter in nur zehn Minuten, wie der Wetterdienst Meteocat meldet. Ähnliche Werte wurden auch in La Bisbal del Penedès in der Provinz Tarragona mit 36,8 Litern gemessen.
Überflutungen und Schäden in Andalusien
In Andalusien traf es die Gemeinde El Ejido in der Provinz Almería am härtesten. Dort registrierte die Notrufzentrale 112 über hundert wetterbedingte Einsätze. Es kam zu überfluteten Straßen und Häusern, umhertreibenden Fahrzeugen und einzelnen Erdrutschen. In einigen Orten waren Menschen vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Angaben der Behörden wurden keine Personenschäden gemeldet. Betroffen waren neben El Ejido auch Dalías, Huércal de Almería, Níjar, Pulpí, Roquetas de Mar, Viator und Vícar.
Höchste Alarmstufe in Valencia und Murcia
Die Region Valencia bereitet sich derweil auf die nächste Welle des Unwetters vor. Die Regionalregierung hat für die Küstengebiete im Süden der Provinz Valencia und im Norden von Alicante die rote Warnstufe ausgerufen. Innenminister Juan Carlos Valderrama betonte, dass die Gefahr von Überschwemmungen auch in Gebieten mit der niedrigeren orangen Warnstufe hoch sei. Man rechne mit bis zu 150 Litern Regen pro Quadratmeter in zwölf Stunden, möglicherweise sogar mit 300 Litern in 24 Stunden. Besonders die Regionen La Safor und La Marina Alta könnten am Sonntag betroffen sein, wobei sich der Schwerpunkt des Unwetters noch verschieben könnte.
In der Nachbarregion Murcia bleibt die Lage ebenfalls kritisch. Die Regierungsdelegation hat für die Rambla del Albujón bei Cartagena die zweithöchste Warnstufe ausgegeben. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, ausgetrocknete Flussbetten zu meiden, da sie sich bei solchen Regenfällen binnen Minuten in reißende Ströme verwandeln können. Wie die staatliche Wetteragentur Aemet bestätigt, gelten für die Region Murcia weiterhin Unwetterwarnungen in Orange für die Gebiete Campo de Cartagena, Mazarrón, Guadalentín, Lorca und Águilas.
Quelle: 20minutos.es