
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Dana Adam: Roter Alarm in Valencia und Alicante
Eine Region unter Wasser, der Countdown läuft
Während sich der Rest Europas auf den Winter vorbereitet, kämpft die spanische Levante-Küste erneut gegen die Naturgewalten. Die Dana Adam, ein Unwetterphänomen, das in den letzten Jahren zur traurigen Normalität geworden ist, hält das Land in Atem. Insbesondere für Valencia und Alicante gilt in der Nacht zum Montag die höchste Warnstufe: Rot. Es ist die Warnung, die niemand hören will, denn sie bedeutet schlichtweg Lebensgefahr durch sintflutartige Regenfälle.
Wetterdienst lässt keinen Zweifel
Die Botschaft der Staatlichen Wetteragentur (Aemet) ist eindeutig: In den kommenden Stunden werden Mengen von 300 bis 400 Litern pro Quadratmeter lokal erwartet – eine Dimension, die selbst für spanische Verhältnisse extrem ist. Während die Behörden die Bevölkerung zur äußersten Vorsicht aufrufen, zeigt sich einmal mehr die Hilflosigkeit gegenüber einem Wetterphänomen, das Wissenschaftler längst als Klimawandel-Folge identifiziert haben. Doch anstatt sich mit den strukturellen Problemen der Entwässerungssysteme und Bauvorschriften auseinanderzusetzen, begnügt man sich mit Appellen.
Die Gefahr wandert weiter
Während die Lage im Süden langsam aber sicher an Intensität verliert, zieht das Unwetter weiter in Richtung Nordosten. Katalonien, das erst im vergangenen Jahr unter verheerenden Überschwemmungen litt, muss sich am Montagnachmittag auf starke und teils anhaltende Regenfälle einstellen. Der Kreis schließt sich: Die Regionen sind bestens darin, die Schäden zu dokumentieren, aber offenbar nicht darin, präventiv zu handeln. Es bleibt dabei: Spanien wartet, bis die Wassermassen kommen, anstatt sich rechtzeitig zu wappnen.
Ein Blick auf die Landkarte der Gefahr
Abgesehen von den roten Warnungen in Valencia und Alicante gelten orangerote Warnstufen für Almería, die Balearen – insbesondere Ibiza, Formentera und Mallorca – sowie die Region Murcia. Selbst in Andalusien, Ceuta und Melilla rechnet man mit heftigen Schauern. Und während der Norden Spaniens mit kühlen Minusgraden und Frost in den Bergen kämpft, zeigt sich wieder einmal die extreme Wetterlage des Landes: von der Dürre zur Flut – und zurück. Die Dana Adam ist kein Einzelfall, sondern ein Menetekel für eine Zukunft, die längst begonnen hat.
Quelle: europapress.es