Calvià führt Ranking der Immobilienpreise an

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Calvia

Calvià führt Ranking der Immobilienpreise an

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Spitzenreiter bei den Kaufpreisen

Die Gemeinde Calvià im Südwesten Mallorcas ist weiterhin der teuerste Ort für Immobilienkäufe in Spanien. Wie aus aktuellen Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) hervorgeht, lag der durchschnittliche Kaufpreis für Wohnungen dort im Jahr 2025 bei 981.485 Euro. Damit führt die bei Touristen und Immobilieninvestoren gleichermaßen beliebte Region das Ranking vor allen anderen spanischen Gemeinden an.

Hinter Calvià folgt Pozuelo de Alarcón in der Region Madrid mit einem Durchschnittspreis von 907.270 Euro. Die Plätze drei und vier belegen ebenfalls Gemeinden auf den Balearen: Santa Eulària des Riu auf Ibiza erreicht 888.800 Euro, Sant Josep de Sa Talaia kommt auf 867.072 Euro. Die Inselgruppe festigt damit ihre Position als einer der teuersten Immobilienmärkte des Landes.

Preisgefälle innerhalb Spaniens

Am anderen Ende der Skala finden sich Gemeinden im Landesinneren und in Nordspanien. Die günstigsten Durchschnittspreise wurden in Puertollano (Provinz Ciudad Real) mit 57.698 Euro registriert, dicht gefolgt von Mieres in Asturien (61.233 Euro) und Langreo (62.838 Euro). Das Preisgefälle zwischen den teuersten und günstigsten Regionen bleibt damit enorm.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung seit 2013. Dieses Jahr gilt als Referenz, weil die Immobilienpreise nach der Finanz- und Immobilienkrise ihren Tiefpunkt erreicht hatten. Seither verzeichneten einige Gemeinden geradezu explosionsartige Anstiege: In Tías auf Lanzarote stiegen die Preise um 180,6 Prozent, in Marratxí auf Mallorca um 179,6 Prozent und in Torremolinos an der Costa del Sol um 176,5 Prozent.

Absteiger im Preisvergleich

Im Gegensatz dazu stehen Gemeinden, in denen die Preise auch über ein Jahrzehnt nach der Krise nicht wieder ihr früheres Niveau erreicht haben. Die stärksten Rückgänge im Vergleich zu 2013 verzeichnete Puertollano mit einem Minus von 40,2 Prozent. Es folgen Crevillent in der Provinz Alicante mit 29,3 Prozent und Mieres mit 19,5 Prozent weniger.

Wie die Zahlen zeigen, hat sich der spanische Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren stark auseinanderentwickelt. Während Küstenregionen, Inseln und die Hauptstadtregion von anhaltender Nachfrage profitieren – sei es durch Tourismus, Zweitwohnsitze oder internationale Investoren –, kämpfen strukturschwache Gebiete im Landesinneren weiterhin mit sinkenden Preisen und wegziehenden Bewohnern.

Die Daten basieren auf den Kaufpreisstatistiken des INE, die sämtliche notariell beurkundeten Immobilientransaktionen in Spanien erfassen.


Quelle: europapress.es

Mehr aus Calvia & Mallorca & Balearische Inseln