
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Baskenland: Hotelauslastung steigt im September
Ausländische Gäste als Wachstumstreiber
Der Tourismus im Baskenland zeigt weiterhin eine beeindruckende Dynamik. Wie das baskische Statistikinstitut Eustat mitteilt, stiegen die Ankünfte in den Hotels der Region im September um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Noch stärker fiel das Plus bei den Übernachtungen aus, das bei fünf Prozent lag. Insgesamt verbuchten die Beherbergungsbetriebe in dem Monat 380.529 Ankünfte und 786.007 Übernachtungen.
Ein Blick auf die Herkunft der Gäste verdeutlicht die zunehmende internationale Ausrichtung des baskischen Tourismus: Mehr als die Hälfte der Ankünfte (57,6 Prozent) und 59,4 Prozent der Übernachtungen gingen auf ausländische Besucher zurück.
Unterschiedliche Entwicklung in den Provinzen
Die Entwicklung fällt in den drei baskischen Territorien unterschiedlich aus. Gipuzkoa verzeichnete mit einem Anstieg von 6,3 Prozent bei den Ankünften das stärkste Wachstum und kam auf 156.276 Ankünfte. Ähnlich positiv präsentierte sich Bizkaia, wo die Ankünfte um 3,9 Prozent auf 177.514 zulegten. Álava hingegen verzeichnete mit einem Plus von lediglich 1,3 Prozent ein deutlich moderateres Wachstum auf 46.739 Ankünfte.
Bei den Übernachtungen fällt die Bilanz differenzierter aus: Während Bizkaia (355.241) und Gipuzkoa (333.727) Zuwächse von jeweils knapp sieben Prozent erzielten, musste Álava einen Rückgang von 6,8 Prozent auf 97.039 Übernachtungen hinnehmen.
In den Hauptstädten zeigt sich ein gemischtes Bild: San Sebastián konnte die Ankünfte um 0,3 Prozent steigern und die Übernachtungen um 6,5 Prozent. Bilbao verzeichnete einen leichten Rückgang bei den Ankünften (minus 0,7 Prozent), aber ein Plus von 0,9 Prozent bei den Übernachtungen. Vitoria-Gasteiz hingegen musste sowohl bei den Ankünften (minus 3,8 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (minus 10,8 Prozent) deutliche Einbußen hinnehmen.
Steigende Erlöse und Auslastung
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,07 Tagen nahezu stabil. Die Auslastung der Hotels lag im September bei 65,8 Prozent der verfügbaren Plätze und 81,2 Prozent der Zimmer. Während die Platzauslastung gegenüber dem Vorjahr leicht zurückging (minus 0,7 Prozentpunkte), verbesserte sich die Zimmerauslastung um 0,5 Prozentpunkte.
Deutlich positiver entwickelten sich die Erlöskennzahlen: Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) stieg im September um 10,2 Prozent auf 161,5 Euro. Die Spannweite ist dabei erheblich: In Gipuzkoa zahlten Gäste im Schnitt 203,5 Euro pro Nacht, in Bizkaia 138,4 Euro und in Álava 114,1 Euro. In San Sebastián erreichte der ADR sogar 266,3 Euro, während er in Bilbao bei 162,7 Euro und in Vitoria-Gasteiz bei 97,5 Euro lag.
Der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPar) kletterte um 10,8 Prozent auf 131,2 Euro – ein klares Zeichen für die gestiegene Preissetzungsmacht der Hotellerie.
Sommerbilanz fällt positiv aus
Über die gesamten Sommermonate Juli bis September betrachtet, verzeichnete das Baskenland insgesamt 1.257.334 Ankünfte und 2.653.261 Übernachtungen – ein Plus von 5,7 beziehungsweise 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders Bizkaia legte mit einem Übernachtungsplus von 8,4 Prozent kräftig zu, gefolgt von Gipuzkoa mit 5,6 Prozent. Álava verzeichnete dagegen einen Rückgang von zwei Prozent.
Die Sommerauslastung lag bei den Plätzen stabil bei 72,2 Prozent, bei den Zimmern verbesserte sie sich um 0,6 Prozentpunkte auf 83,4 Prozent. Spitzenreiter bleibt San Sebastián mit einer Platzauslastung von 82,1 Prozent und einer Zimmerauslastung von 88,5 Prozent. In Bilbao lagen die Werte bei 77,4 beziehungsweise 87,8 Prozent, während Vitoria-Gasteiz mit 60,4 Prozent bei den Plätzen und 83,7 Prozent bei den Zimmern das Schlusslicht bildete.
Für die ersten neun Monate des Jahres ergibt sich ebenfalls ein positives Bild: Ankünfte und Übernachtungen legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 beziehungsweise 3,6 Prozent zu. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,00 Tagen unverändert.
Quelle: europapress.es