
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Barcelona verdichtet U-Bahn-Takt an Samstagen
Zwei Extra-Züge für das Wochenend-Publikum
Pendler und Ausflügler in Barcelona können sich ab diesem Wochenende über kürzere Wartezeiten in der U-Bahn freuen. Die Betreibergesellschaft TMB reagiert damit auf eine spürbar gestiegene Nachfrage an Samstagen. Konkret bedeutet das: Auf den beiden Hauptlinien L1 und L2 sind dann jeweils zwei zusätzliche Züge im Einsatz, und zwar durchgehend zwischen 10 und 21 Uhr.
TMB-Präsidentin Laia Bonet sprach bei der Vorstellung der Maßnahme am Dienstag von einer Anpassung an das veränderte Mobilitätsverhalten. Die Fahrgastzahlen an den Wochenenden seien in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, hieß es. Mit den zusätzlichen Umläufen wolle man die Wartezeiten spürbar verkürzen und den Service insgesamt stabil halten.
Deutlich dichterer Takt auf der L1
Die Effekte sind messbar: Auf der L1 sinken die Intervalle am Samstag von bisher teils über sechs Minuten auf Werte zwischen knapp fünf und viereinhalb Minuten – je nach Tageszeit. Auf der L5 reduziert sich die Wartezeit von ähnlichem Niveau auf unter fünf Minuten, wobei die Verdichtung bereits am Nachmittag einsetzt.
Nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche wird das Angebot ausgeweitet: Die L5 erhält in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag einen zusätzlichen Zug. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf steigende Fahrgastzahlen in diesem Zeitfenster, wie TMB-Chef Xavier Flores erläuterte.
Zahlen belegen den Nachfrage-Boom
Die Entwicklung der Validierungen untermauert die Entscheidung. Allein an den verstärkten Samstagen stieg die Zahl der Fahrgäste auf der L1 von rund 215.500 (2023) auf über 236.000 (2026) – ein Plus von fast zehn Prozent. Noch deutlicher fiel das Wachstum auf der L5 aus: Hier legten die Fahrgastzahlen im selben Zeitraum von knapp 175.000 auf über 200.000 zu, ein Zuwachs von rund 15 Prozent.
Wichtig für die Umsetzung: Für die Taktverdichtung musste kein zusätzliches Personal eingestellt werden. Wie Flores weiter ausführte, konnten die bestehenden Schichten und Dienstpläne entsprechend umstrukturiert werden. Auch die eingesetzten Fahrzeuge stammen aus dem vorhandenen Fuhrpark. Die TMB kündigte an, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage weiterhin genau zu beobachten. Sollte sich der Trend bestätigen, seien ähnliche Maßnahmen auch auf anderen Linien des Netzes denkbar.
Quelle: europapress.es