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Barcelona erhöht IBI für Ferienwohnungen drastisch
Schärfere Gangart gegen Touristenwohnungen
Der Stadtrat von Barcelona hat einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen die touristische Nutzung von Wohnraum beschlossen. In einer außerordentlichen Sitzung stimmte das Plenum dafür, die Grundsteuer IBI für Eigentümer von vier oder mehr Ferienwohnungslizenzen um 150 Prozent anzuheben. Die Entscheidung fiel mit den Stimmen von PSC, BComú und ERC, während Junts sich enthielt und PP sowie Vox ablehnten.
Betroffen sind Tausende Lizenzen
Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind in der katalanischen Hauptstadt aktuell rund 10.600 Lizenzen für Ferienwohnungen aktiv. Von der neuen Steuererhöhung wären etwa 6.000 Lizenzen betroffen. Für Eigentümer mit zwei bis drei Lizenzen - insgesamt rund 1.200 - gilt künftig der volle IBI-Satz von 100 Prozent.
Der stellvertretende Bürgermeister für Wirtschaft, Jordi Valls, betonte bei der Vorstellung der Pläne, dass die Stadt bis zur vollständigen Abschaffung der Ferienwohnungen im Jahr 2028 alle verfügbaren Mittel nutzen werde. „Eine Wohnung ist kein Wirtschaftsgut", stellte er klar und verwies auf die Notwendigkeit, diese Aktivität unattraktiv zu machen.
Weiteres Vorgehen
Die Maßnahme tritt nun in eine Phase der öffentlichen Einwände ein. Die endgültige Bestätigung soll in der Plenarsitzung im Dezember erfolgen. Die Entscheidung kommt nur wenige Tage, nachdem die Wohnungsdekrete der Zentralregierung im Kongress gescheitert waren, da PP, Vox und Junts dagegen stimmten. Barcelona reagiert damit auf nationaler Ebene und schlägt einen eigenen Weg ein, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, sieht die Stadtverwaltung die hohe Zahl betroffener Lizenzen als Beleg für die Rechtfertigung der Initiative. Mit der Steuererhöhung will Barcelona ein klares Signal senden und Anreize für die Rückführung von Ferienwohnungen in regulären Wohnraum schaffen.
Quelle: europapress.es