
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Andrang an baskischen Impfzentren übertrifft Erwartungen
Ein Angebot, das ankommt
Die baskische Gesundheitsverwaltung hat mit ihrer Initiative offenbar einen Nerv getroffen. Die zwölf neu eröffneten Sonderimpfzentren, im Baskenland als 'txertogunes' bekannt, sind am ersten Tag regelrecht gestürmt worden. Wer geglaubt hatte, die Impfmüdigkeit habe die Gesellschaft erfasst, sieht sich getäuscht. Schon bis zum Vormittag zählten die Behörden Hunderte Bürgerinnen und Bürger, die das Angebot nutzten. Besonders in Álava war der Ansturm so groß, dass kurzerhand zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden mussten.
Mehr als nur ein Service
Dieser Zulauf ist ein deutliches Signal. Er widerlegt alle Unkenrufe, die eine allgemeine Impfmüdigkeit prognostizierten. Die Menschen sind offenbar sehr wohl bereit, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen – sie brauchen nur die richtigen Angebote. Genau hier setzt die Strategie der baskischen Regierung an: mit niedrigschwelligen Angeboten. Keine Terminvergabe, keine bürokratischen Hürden, einfach vorbeikommen und impfen lassen. Die Möglichkeit der Impfung ohne Voranmeldung senkt die Hemmschwelle deutlich. Es handle sich um eine Maßnahme, um die Impfung näher an die Bürger zu bringen und den Schutz der individuellen und kollektiven Gesundheit zu fördern, erklärte Jorge Romeo, der stellvertretende Direktor für Primärversorgung in Osakidetza. Diese Rechnung scheint aufzugehen.
Eine Investition in die Gesundheit
Es wäre jedoch ein Trugschluss, diese Zahlen als Selbstverständlichkeit abzutun. Das Baskenland hat massiv aufgerüstet: Die Gesundheitsbehörde Osakidetza hat für die Kampagne zusätzlich 225 Pflegekräfte und 85 Verwaltungsangestellte eingestellt. Allein in der Primärversorgung wurden bereits über 223.000 Grippeimpfdosen und mehr als 142.000 Covid-19-Dosen verabreicht. Hinzu kommen über 279.000 vereinbarte Termine für die Grippeimpfung, darunter mehr als 21.000 für Kinder. Diese Zahlen belegen: Prävention ist kein Selbstläufer, sondern erfordert stete Anstrengung und Investitionen. Es ist gut, dass die Verantwortlichen diese Zeichen der Zeit erkannt haben.
Appell an die Vernunft
Die Kernbotschaft der Behörden ist eindeutig und sollte nicht ignoriert werden: Die Impfung ist die wirksamste Maßnahme, um Komplikationen, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle im Zusammenhang mit der Grippe zu verhindern. Angesichts des Zuspruchs, den die neuen Impfzentren von Jung und Alt erfahren, bleibt zu hoffen, dass dieser Pragmatismus auch in den kommenden Tagen anhält. Noch bis zum 1. November bleiben die 'txertogunes' an zwölf Standorten geöffnet – Der Andrang am ersten Tag zeigt: Das Vertrauen in den Nutzen der Vorsorge ist ungebrochen. Wer jetzt zögert, trägt die Verantwortung für die möglichen Konsequenzen mit.
Ein Bericht von EUROPA PRESS zeigt, dass die Nachfrage die Erwartungen der Behörden übertroffen hat.
Quelle: europapress.es