
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Andalusien verliert einen Sitz im Kongress
Weniger Abgeordnete für den Süden
Die am Dienstag im Staatsanzeiger (BOE) veröffentlichte Auflösungsverordnung des Parlaments hat weitreichende Konsequenzen für die Sitzverteilung im Unterhaus. Wie das Nachrichtenportal Europa Press unter Berufung auf das Dekret berichtet, stellt Andalusien künftig nur noch 60 der 350 Abgeordneten im Congreso de los Diputados. Bei der Wahl vom 23. Juli 2023 waren es noch 61 Mandate.
Bevölkerungsentwicklung als ausschlaggebender Faktor
Grund für den Rückgang ist die Neuberechnung der Sitzkontingente, die sich nach der Bevölkerungszahl richtet. Die Provinz Cádiz verliert dabei einen ihrer bisher neun Wahlkreissitze und entsendet künftig nur noch acht Vertreter nach Madrid.
Die Verteilung im Detail
Die übrigen Provinzen bleiben von der Anpassung unberührt. Sevilla stellt weiterhin die meisten Abgeordneten der Region und entsendet zwölf Vertreter ins Unterhaus. Málaga folgt mit elf Sitzen. Auf Cádiz entfallen nach der Neuberechnung acht Mandate, Granada deren sieben. Almería und Córdoba kommen jeweils auf sechs Abgeordnete, während Huelva und Jaén mit je fünf Sitzen die Schlusslichter bilden.
Senat bleibt unverändert
Keine Veränderungen ergeben sich bei der Zusammensetzung des Senats: Wie bisher wählt jede der acht andalusischen Provinzen vier Senatoren, insgesamt also 32 Vertreter. Hinzu kommen die vom Regionalparlament entsandten Senatoren, die nach den Regionalwahlen vom 17. Mai ernannt wurden. Auf Vorschlag der Volkspartei (PP) sind dies Javier Arenas, Jesús Aguirre, Fran Oblaré und Virginia Pérez. Die Sozialisten (PSOE) stellten María Jesús Montero, Juan Espadas und Susana Díaz, während Vox mit Álvaro Zancajo und María Auxiliadora Pastor vertreten ist.
Der neu gewählte Kongress soll sich am 23. Dezember konstituieren, wie aus dem Dekret ebenfalls hervorgeht.
Quelle: europapress.es