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Amenábar kündigt Mystery-Film an
Ehrung für fantastisches Kino
Beim 58. Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya in Sitges hat der spanische Regisseur Alejandro Amenábar den Méliès Career Award erhalten. Die Auszeichnung, verliehen von der Internationalen Föderation der Méliès-Festivals (MIFF), würdigt Filmschaffende mit einem entscheidenden Beitrag zum fantastischen Genre. Die Leiterin der Festival-Stiftung, Mònica Garcia, begründete die Wahl mit Amenábars Rolle als Erneuerer: Er habe die Regeln der Science-Fiction in Spanien neu definiert und zur Internationalisierung des europäischen Kinos beigetragen.
Amenábar, der in seiner Dankesrede betonte, dass dies bereits seine zweite Auszeichnung beim Festival sei, ohne dort je einen Film uraufgeführt zu haben, äußerte sich auch zu seinem kommenden Projekt. Dieses werde ein Mystery-Film, so der Regisseur, der sich schwer damit tue, das Werk präziser einzuordnen. Die Frage, ob es sich um Psychothriller oder Horror handle, ließ er offen. Er hoffe jedoch, die Produktion künftig in Sitges präsentieren zu können.
Restaurierte Fassung von „Thesis“
Im Anschluss an die Zeremonie stellte Amenábar gemeinsam mit dem Schauspieler Eduardo Noriega eine restaurierte 4K-Version seines Debütfilms „Thesis“ vor. Diese enthält den wiederhergestellten Originalton. Noriega, der in dem Film eine Hauptrolle spielte, würdigte die Arbeit von Amenábar und dem Tontechniker Gabriel Gutiérrez als „archäologische Leistung“.
Der Regisseur erklärte, er sei grundsätzlich gegen eine nachträgliche Bearbeitung von Filmen. Bei einer Überprüfung habe man jedoch festgestellt, dass die vorhandene Tonkopie nicht mehr der ursprünglichen Mischung von 1996 entspricht. Das Team habe daraufhin die Essenz des Originalsounds wiederhergestellt und für moderne Formate zugänglich gemacht.
Eine weitere technische Korrektur betrifft die Abspielgeschwindigkeit: „Thesis“ wurde mit 25 Bildern pro Sekunde gedreht, wodurch frühere Vorführungen etwa vier Prozent zu langsam waren. Die aktuelle Fassung läuft nun mit der Originalgeschwindigkeit, was die Laufzeit um etwa fünf Minuten verkürzt. Amenábar wies darauf hin, dass die Schauspieler Ana Torrent, Eduardo Noriega und Fele Martínez nun in der Geschwindigkeit ihrer ursprünglichen Darbietung zu sehen sind.
Der Regisseur zeigte sich zugleich beeindruckt von der Resonanz des Publikums: Mehr als tausend Zuschauer verfolgten die Projektion im Kinosaal. Genau diese Begeisterung für das Genre sei es, die das Festival von Sitges auszeichne, so Amenábar.
Die MIFF vergab zudem den Preis für den besten europäischen Spielfilm an „Feels like home“ des ungarischen Regisseurs Gábor Holtai, während der Kurzfilm-Preis an „La anciana y la eternidad“ von Marc Martínez Jordán ging.
Quelle: europapress.es