
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Algeciras weitet Nildelta-Vorsorge aus
Kontrollen im Umkreis von 1,5 Kilometern
Die südspanische Hafenstadt Algeciras reagiert auf die aktuelle Warnstufe der Regionalregierung und fährt ihre Schutzmaßnahmen gegen das West-Nil-Virus hoch. Nachdem die Junta de Andalucía das Gebiet bis Ende Oktober vorübergehend als Risikozone eingestuft hat, verstärkt das Rathaus nun seine Bemühungen im Kampf gegen die Überträger-Mücken.
Im Fokus stehen dabei sowohl das Stadtgebiet selbst als auch die Randzonen. In einem Umkreis von eineinhalb Kilometern werden derzeit biologische Kontrollen durchgeführt und die Lage vor Ort neu bewertet. Die Behörden setzen damit ihr bereits laufendes Programm zur umfassenden Vektorenüberwachung fort.
Keine Larven in Risikogebieten
Wie die Stadtverwaltung mitteilte, fiel die jüngste Inspektion vom vergangenen Freitag positiv aus: In keinem der im kommunalen Plan erfassten Risikobereiche wurden Larven der Virus-übertragenden Stechmücke gefunden. Diese Entwarnung gilt auch für die Gesundheitsstatistik: Bislang wurde in Algeciras weder ein menschlicher Infektionsfall noch eine Erkrankung bei Tieren registriert.
Parallel zu den technischen Maßnahmen startet die Stadt eine neue Informationskampagne. Die Bevölkerung soll für das Thema sensibilisiert und über Schutzmöglichkeiten aufgeklärt werden. Diese Aktion folgt den Vorgaben der Territorialdelegation für Gesundheit und Verbraucherschutz in Cádiz.
Die Kommunalverwaltung betont, dass die Prävention ein zentraler Pfeiler ihrer Gesundheitspolitik sei. Man wolle mit den aktuellen Maßnahmen eine „verantwortungsvolle Steuerung" der Lage sicherstellen. Die verstärkten Kontrollen sind Teil eines größeren Programms, das die Stadt bereits seit einiger Zeit zur Überwachung und Bekämpfung von Krankheitsüberträgern durchführt.
Wie die Behörden weiter erläutern, bleibt die Situation unter Beobachtung. Sollten sich Hinweise auf eine Ausbreitung der Mückenpopulation ergeben, könnten die Maßnahmen kurzfristig angepasst werden.
Quelle: europapress.es