
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Adelante Andalucía zieht mit Fabel-Rekord in den Wahlkampf
Ein Erdrutsch an Unterstützung: 13.088 Unterschriften für den Wandel
Während andere Parteien um jede Stimme bangen, kann Adelante Andalucía einen beeindruckenden Vertrauensvorschuss verbuchen. Die andalusische Linkskoalition hat am Freitagvormittag offiziell 13.088 Unterstützerunterschriften in der Provinz Sevilla bei der Wahlbehörde eingereicht. Das ist mehr als das Achtfache der geforderten 1.556 Avale und ein klares Bekenntnis zur Teilnahme an den vorgezogenen Parlamentswahlen am 29. November. Insgesamt kamen in ganz Andalusien 37.409 Unterschriften zusammen – benötigt wurden lediglich 6.514.
Vom Hindernis zum Triumph: Die Basis rennt der Führung die Bude ein
Man muss sich die Ausgangslage vergegenwärtigen: Vor gerade einmal einer Woche rief die Parteispitze ihre Anhänger dazu auf, die notwendigen Formalien zu erfüllen. Was als lästige bürokratische Pflicht begann, entwickelte sich binnen Tagen zu einer beispiellosen Basisbewegung. „Hunderte Nachrichten von Bürgern, die nach Beteiligungsmöglichkeiten fragten, fluteten unsere Kanäle“, berichtet die Partei in einer Mitteilung. Lokale Gruppen organisierten blitzschnell hunderte Sammelstellen in ganz Andalusien, andere Bürger sammelten eigeninitiativ Unterschriften. Dies ist kein stiller Akt der Bürokratie, sondern ein lautstarkes Signal aus der Bevölkerung.
Der Beweis liegt auf der Straße
Kritiker mögen einwenden, dass Unterschriften keine Wählerstimmen sind. Doch diese Rechnung ist zu simpel. Die Zahl der Avale ist ein Barometer für die Stimmung im Land und widerlegt das Narrativ einer politikverdrossenen Bevölkerung. Die Partei sieht in dem Zulauf – zurecht – mehr als nur das Erfüllen einer Formalie: Es ist der Startschuss für eine echte „Politik von unten“. Die Wahlkampfstrategie der Konservativen und Liberalen, die auf teure Plakate und TV-Duelle setzen, wird hier auf charmante Weise konterkariert. Die Straße, der direkte Kontakt zum Bürger, hat sich als mächtigste Waffe erwiesen.
Der Kandidat für Sevilla, Luis de los Santos, der die Unterschriften persönlich übergab, tritt selbstbewusst auf. Man sei „sehr optimistisch“ angesichts der Atmosphäre, die einem auf den Straßen entgegenschlage. Dieser Enthusiasmus ist berechtigt. Die Frage ist nicht mehr, ob Adelante Andalucía antreten wird – das ist beschlossene Sache. Die Frage ist, ob dieser beeindruckende Rückhalt aus der Zivilgesellschaft am 29. November tatsächlich in Mandate für Madrid umgemünzt werden kann. Das Potenzial dafür haben sie mit dieser Aktion eindrucksvoll belegt.
Wie Europa Press berichtet, endete die Frist zur Einreichung der Avale am 26. Oktober – Adelante Andalucía hat sie mit Bravour genutzt und die Weichen für einen vitalen Wahlkampf gestellt.
Quelle: europapress.es