
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
87.000 Schüler bleiben wegen Regenalarm zu Hause
Massiver Unterrichtsausfall im Südosten Spaniens
Heftiger Regen hat weite Teile der Valencianischen Gemeinschaft fest im Griff. Die Behörden reagieren mit drastischen Maßnahmen: In über 40 Gemeinden fällt der Unterricht am Montag komplett aus oder wird zeitlich verschoben. Wie das regionale Bildungsministerium mitteilt, sind insgesamt rund 87.000 Schülerinnen und Schüler von den Einschränkungen betroffen.
Besonders hart trifft es die Provinz Valencia. Dort bleiben die Schulen in Städten wie Gandia, Alzira, Cullera, Sueca und Oliva geschlossen. Insgesamt sind hier mehr als 66.000 Schüler betroffen. In einigen Orten wie Beneixida oder Aldaia wird der Unterricht lediglich verschoben und soll im Laufe des Vormittags beziehungsweise nach 15:00 Uhr starten.
Auch die Küstenprovinz Alicante ist betroffen
In der Provinz Alicante fällt der Unterricht in 15 Gemeinden aus, darunter beliebte Küstenorte wie Dénia, Xàbia, Calpe und Altea. Dort sind rund 21.000 Schüler betroffen. Die lokalen Behörden folgen damit den Warnungen des staatlichen Wetterdienstes Aemet, der für die Region vor intensiven und anhaltenden Niederschlägen gewarnt hatte.
València: Gezielte Schließungen nach Unwetterbilanz
Die Stadt València verfolgt einen differenzierteren Ansatz. Nach einer nächtlichen Sitzung des Krisenstabs hat der Stadtrat beschlossen, nicht alle, aber gezielt Schulen in Risikogebieten zu schließen. Dazu zählen Einrichtungen in den von der verheerenden Flutkatastrophe im Oktober 2024 (DANA) besonders betroffenen Ortsteilen wie Castellar-Oliveral und La Torre. Auch Schulen in anderen überschwemmungsgefährdeten Zonen bleiben zu.
Betroffen sind unter anderem das IES Isabel de Villena und mehrere Grundschulen in Stadtteilen wie Benimàmet und Massarrojos. In den Ortsteilen El Saler und Pinedo bleiben die Schulen zwar geöffnet, der Unterricht findet aber nicht statt. Für den Rest der Stadt gilt: Der Unterricht läuft normal, aber Aktivitäten im Freien sind während der Warnung untersagt.
Torrent startet später, andere Städte warten ab
Die Nachbarstadt Torrent hat einen Mittelweg gewählt: Dort beginnt der Unterricht erst um 10:00 Uhr, da die Unwetterwarnung bis dahin aktiv ist. Auch der Vormittagsbetreuung (Escola Matinera) fällt aus. Die Stadtverwaltung begründet die Entscheidung mit den Sicherheitsbedenken vieler Familien während des morgendlichen Berufsverkehrs.
Sobald die Wetterlage sich entspannt und die Warnstufe von Orange auf Gelb herabgesetzt wird, sollen die betroffenen Einrichtungen in València den Regelbetrieb wieder aufnehmen können. Die Behörden beobachten die Entwicklung der Regenfälle kontinuierlich und passen ihre Entscheidungen an.
Quelle: europapress.es