
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
87 Festnahmen wegen gefälschter Pässe
Rekordjahr bei Passkontrollen auf Mallorca
Die Beamten der Nationalpolizei am Flughafen Palma haben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres fast sechs Millionen Passagiere kontrolliert. Das entspricht einem Anstieg von 2,51 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wie die Polizeibehörde der Balearen mitteilt, waren die meisten Reisenden aus Großbritannien und Irland unterwegs, gefolgt von Passagieren aus den USA und Kanada.
Sicherheitsbehörden ziehen Bilanz
Besonders ins Auge fielen den Kontrolleuren dabei Reisende aus Marokko, Algerien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Serbien, Albanien, Moldau sowie zeitweise aus Italien. Bei den Grenzkontrollen, die mittlerweile auf das neue europäische Ein- und Ausreiseregister (EES) zurückgreifen, wurden insgesamt 87 Personen festgenommen, die mit mutmaßlich gefälschten Reisedokumenten ausreisen wollten.
Die Herkunft der Festgenommenen ist dabei auffällig: Mit 34 albanischen Staatsbürgern stellt diese Gruppe den größten Anteil. Es folgen 16 Iraner, 13 Chinesen, acht Algerier und fünf Somalier. Drei Afghanen sowie je ein Russe, Aserbaidschaner, Iraker, Senegalese, Peruaner, Inder und Vietnamese komplettieren die Statistik.
Neben Pässen auch Haftbefehle
Doch nicht nur Dokumentenfälscher wurden entdeckt. Bei 24 Reisenden verweigerten die Polizisten die Einreise und schickten sie in ihre Herkunftsländer zurück, da sie die Voraussetzungen für einen Aufenthalt nicht erfüllten. Zudem schlugen die Systeme bei 201 Personen an, gegen die ein Ermittlungs- oder Festnahmevermerk vorlag. 59 von ihnen wurden direkt verhaftet, weil gegen sie ein aktiver Haftbefehl bestand.
Ergänzend zu den Kontrollen an den Schaltern ermitteln die Gruppen der Kriminalpolizei und der Bürgernähe Polizei der Flughafenwache. Sie klären Straftaten wie Diebstähle oder Körperverletzungen auf und versuchen, diese bereits im Vorfeld zu verhindern. Die Zahlen zeigen, dass der Luftverkehrsknotenpunkt auf Mallorca nicht nur ein beliebtes Reiseziel ist, sondern auch ein Brennpunkt für grenzüberschreitende Kriminalität bleibt.
Quelle: europapress.es