575.000 Euro für Sexualopfer-Zentrum auf Mallorca

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Palma de Mallorca

575.000 Euro für Sexualopfer-Zentrum auf Mallorca

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Betrieb für 2026 abgesichert

Das Krisenzentrum Libertas auf Mallorca kann seine Arbeit im kommenden Jahr fortsetzen. Die Regierung der Balearen hat eine direkte Zuwendung von 575.471 Euro an den Inselrat (Consell de Mallorca) freigegeben. Das Geld stammt vom Institut für die Balearen-Frauen (IBDona) und ist für die komplette Betriebsführung der Einrichtung im Jahr 2026 bestimmt.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung

Wie die Europäische Presseagentur meldet, gab Regierungssprecher Antoni Costa die Entscheidung nach der wöchentlichen Kabinettssitzung am Freitag bekannt. Das Zentrum bietet Betroffenen sexualisierter Gewalt sowie deren Familien und Bezugspersonen eine umfassende Unterstützung. Der Dienst ist ganzjährig rund um die Uhr erreichbar und arbeitet multidisziplinär – von psychologischer Erstbetreuung bis zu rechtlicher Beratung.

Bewährter Träger bleibt aktiv

Mit der Umsetzung ist weiterhin die Stiftung Instituto Reinserción Social (IRES) beauftragt. Die Auszahlung der Summe erfolgt in einer Einmalzahlung, ohne dass der Empfänger zuvor eine Sicherheitsleistung erbringen muss.

Die Finanzierung steht im Kontext des landesweiten Pakts gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Konkret fördert die Maßnahme den Ausbau des Netzes von 24-Stunden-Krisenzentren für Opfer sexueller Gewalt, das in den vergangenen Jahren in mehreren Regionen Spaniens aufgebaut wurde. Ein Hintergrund dieser Zentren ist die Istanbul-Konvention, die eine niedrigschwellige und sofortige Hilfe für Betroffene fordert.


Quelle: europapress.es

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