385.000 Euro für sichere Spielplätze

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Guejar Sierra

385.000 Euro für sichere Spielplätze

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein Dorf investiert in die Zukunft seiner Kinder

Während anderswo zuerst an Straßen oder Fassaden gedacht wird, setzt Güéjar Sierra in der Provinz Granada ein klares Zeichen: 385.000 Euro fließen in die Aufwertung der öffentlichen Spielplätze. Wer glaubt, das sei übertrieben, übersieht, dass Spielplätze weit mehr sind als ein paar Rutschen und Schaukeln – sie sind soziale Treffpunkte, Bewegungsräume und nicht zuletzt ein Gradmesser für die Lebensqualität einer Gemeinde.

Schluss mit Flickwerk: Ein Masterplan für den Spielspaß

Die Gemeinde hat erkannt, dass ein Spielplatz mehr braucht als gelegentliche Reparaturen. Statt Symptome zu kurieren, wird nun ein integrales Konzept umgesetzt. Die erste Etappe für 2026 bis 2027 konzentriert sich auf drei zentrale Anlagen: den Park „La Hacilla" im Ortskern, den „Era del Llano" im Barrio Alto und den „Juez Hermoso" im Viertel Los Huertos. Rund 120.000 Euro werden dafür allein in diesem ersten Schritt verbaut.

Betrachtet man die Zahlen, zeigt sich ein klares Bild: Der größte Brocken entfällt mit über 67.000 Euro auf den zentral gelegenen Park La Hacilla. Die umfangreichsten Modernisierungen stehen hier an, inklusive neuem Mobiliar und erhöhtem Schattenangebot. Wer schon einmal im Hochsommer in Andalusien auf einem ungeschützten Spielplatz stand, weiß, wie essenziell Letzteres ist.

Der heikle Punkt: Abschied vom Gummi

Eine Entscheidung sorgt dabei für Aufsehen: Der bisherige, stellenweise kontrovers diskutierte Gummibodenbelag wird entfernt. An seine Stelle tritt ein homologiertes Kunststoffrasensystem, das den aktuellen Sicherheitsnormen entspricht. Das ist ein kluger Schachzug – denn während Gummibeläge bei Hitze unangenehm aufheizen und mitunter Gerüche entwickeln, bietet die neue Lösung ein angenehmeres Spielklima bei gleichbleibendem Verletzungsschutz.

Auch der bereits renovierte Park Juez Hermoso wird nicht vernachlässigt. Er erhält eine neue Oberfläche, damit auch dort künftig auf dem neuesten Stand getobt werden kann. Die Botschaft, die Bürgermeister José Robles vermittelt, ist dabei klar: „Wir wollen, dass unsere Kinder bessere, komfortablere und sicherere Parks genießen." Das ist mehr als bloße Symbolpolitik.

Der Blick geht weiter: Zwei weitere Etappenziele

Doch die Investition ist nur der Auftakt. Eine zweite Runde ist bereits in Planung, die die Parks an der Plaza Esmeralda im Barrio del Peñón und das Areal am CEIP La Vereda umfassen wird. Mit dieser langfristigen Strategie beweist Güéjar Sierra, dass nachhaltige Kommunalpolitik nicht an der nächsten Wahlperiode endet, sondern Weitsicht erfordert.

Die Frage, die sich andere Gemeinden in der Region gefallen lassen müssen, lautet: Wenn ein Ort wie Güéjar Sierra so konsequent in die Bedürfnisse seiner jüngsten Bürger investiert – warum tun sich andere mit solchen Prioritäten so schwer? Die Antwort darauf sollte nicht lange auf sich warten lassen. Denn am Ende ist es keine Frage des Geldes, sondern des Willens, Lebensqualität nicht nur zu versprechen, sondern auch zu liefern.

Wie das Ayuntamiento von Güéjar Sierra mitteilt, wird mit den Arbeiten in den kommenden Wochen begonnen.


Quelle: europapress.es

Mehr aus Granada & Andalusien