
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
29 Migranten nahe Mallorca vermisst
Dritter Vermisstenfall innerhalb weniger Tage
Die Such- und Rettungsaktivitäten im westlichen Mittelmeer gehen weiter, während die Zahl der als vermisst gemeldeten Bootsflüchtlinge steigt. Wie die Organisation Alarm Phone über ihren offiziellen Kanal mitteilte, wird ein Schlauchboot mit 29 Migranten an Bord seit Sonntag vermisst. Das Boot hatte nach Angaben der Helfer von der Küste nahe der algerischen Stadt Boumerdès aus Kurs auf die Baleareninsel Mallorca genommen.
Angehörige der Reisenden haben sich demnach besorgt an die Organisation gewandt, da seit der Abfahrt jeglicher Kontakt fehlt. Die spanische Seenotleitung Salvamento Marítimo sei über den Fall bereits in Kenntnis gesetzt worden, heißt es in der Stellungnahme von Alarm Phone.
Zwei weitere Boote seit Wochenbeginn unauffindbar
Es ist bereits der dritte dokumentierte Verschwindensfall in dieser Woche. Bereits am Montag hatte Alarm Phone auf zwei weitere Boote aufmerksam gemacht, die am 4. und 6. Oktober mit insgesamt 23 Personen an Bord gestartet waren. Trotz eines Überwachungsflugs über dem Süden des balearischen Archipels, den Salvamento Marítimo daraufhin initiierte, blieben beide Wasserfahrzeuge unentdeckt.
Die wiederholten Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die anhaltend prekäre Lage in der Seeregion zwischen Nordafrika und Spanien. Offizielle Zahlen der balearischen Regierungsdelegation belegen für die laufende Woche die Ankunft von 132 Migranten, die mit neun Booten die Küsten von Mallorca, Ibiza und Formentera erreichten.
Jahresbilanz zeigt deutlichen Anstieg
Die aktuellen Ereignisse reihen sich ein in eine Entwicklung, die sich in der Statistik des laufenden Jahres niederschlägt. Wie eine Auswertung von Europa Press auf Basis von Daten des Innenministeriums ergibt, sind seit Jahresbeginn insgesamt 6.673 Menschen in 366 Booten auf den Balearen angekommen. Die Zahlen belegen die unvermindert hohe Zahl an Versuchen, das Mittelmeer in oft seeuntüchtigen Gefährten zu überqueren.
Quelle: europapress.es