
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
23,5 Millionen Euro für DANA-Geschädigte
Schnelle Finanzspritze für die Küstenregion
Die valencianische Regionalregierung hat in einer außerordentlichen Sitzung ein erstes Maßnahmenpaket zur Bewältigung der Folgen des schweren Unwetters DANA Adam geschnürt. Wie die Behörde mitteilt, werden umgerechnet rund 23,5 Millionen Euro mobilisiert, um den betroffenen Bewohnern entlang der südlichen Küste von Valencia und dem nördlichen Abschnitt von Alicante rasch zu helfen.
Regierungschef Juanfran Pérez Llorca kündigte an, dass die Hilfen mit einem Minimum an Bürokratie ausgezahlt werden sollen. Die Antragstellung sei bewusst einfach gehalten: Betroffene können ein einziges Formular online über das Portal der Generalitat oder direkt in ihren Gemeinden sowie in den Dienststellen der Verwaltung einreichen. „Wir wollen eine Verwaltung, die nahbar, agil und schnell ist“, betonte Llorca in einer Pressekonferenz.
Direkte Unterstützung für Haushalte
Für Familien, deren Hauptwohnsitz beschädigt wurde, sind Soforthilfen von 6.000 Euro vorgesehen, um den dringendsten Bedarf an Hausrat und Reparaturen zu decken. Eigentümer von Zweitwohnungen erhalten die Hälfte dieses Betrags. Für diejenigen, die ihr Zuhause vollständig verloren haben, stockt die Regierung die Unterstützung um monatlich 800 Euro über ein Jahr auf, um die Unterbringung zu sichern.
Zusätzlich stellt die Regionalverwaltung den Kommunen in der Schadenszone ein Budget von 17,5 Millionen Euro zur Verfügung, um unmittelbare Ausgaben zu decken. Jede Gemeinde kann hierfür auf bis zu 200.000 Euro zugreifen. Ergänzend bietet die Generalitat kostenlose Rechts-, Notar- und Registerberatung an, um die Abwicklung mit Versicherungen oder die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen zu erleichtern.
Blick auf weitere Hilfen und laufende Aufräumarbeiten
Die aktuellen Maßnahmen sind als erster Schritt gedacht. Wie der Regierungschef weiter ausführte, werde man in den kommenden Tagen ein zweites Paket auf den Weg bringen, das sich speziell an diejenigen richtet, die Fahrzeuge, landwirtschaftliche Betriebe, Geschäfte oder die Gastronomie verloren haben. Auch der Schutz von Tierheimen sei dabei ein Thema.
Während die Verwaltung die Hilfen auszahlt, laufen die Aufräumarbeiten in der Region auf Hochtouren. Nach Informationen der Behörde sind mehr als 40 schwere Maschinen und über 270 Einsatzkräfte damit beschäftigt, Straßen und öffentliche Plätze zu säubern. Im Laufe des Tages sollen weitere 80 Kräfte dazustoßen, um sich um beschädigte Forstwege zu kümmern. Zudem arbeiten Techniker mit Hochdruck daran, die durch das Unwetter beschädigten Kläranlagen wieder ans Stromnetz anzuschließen und die Pumpensysteme zu reparieren.
Der Unterricht an den Schulen ist weitgehend wiederaufgenommen worden. Nur in Oliva bleiben die Einrichtungen noch geschlossen, dort wird der Betrieb am Donnerstag wieder anlaufen. Auch die medizinische Versorgung ist sichergestellt: Alle Gesundheitszentren sind geöffnet, lediglich zwei kleinere Außenstellen sind noch nicht wieder in Betrieb.
Die Mitglieder der Regionalregierung haben die betroffenen Gebiete in den vergangenen Tagen selbst besucht, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die Schäden zu begutachten. Die einzige noch gesperrte Straße ist ein Abschnitt der CV-700 nahe dem Feuchtgebiet von Pego, der weiterhin überflutet ist.
Quelle: europapress.es