
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
219.000 Grippe-Impftermine im Baskenland
Impfbereitschaft trotz moderater Viruslage
Die Zahlen sind beeindruckend, doch die eigentliche Frage lautet: Reicht das? Während die Verantwortlichen des baskischen Gesundheitswesens die hohe Nachfrage nach der Grippeschutzimpfung als Erfolg verbuchen, zeigen die aktuellen Krankheitszahlen, dass der Kampf gegen die Viruswelle noch lange nicht gewonnen ist. Mit 219.287 registrierten Terminen seit dem 28. September scheint die Bevölkerung die Botschaft verstanden zu haben – zumindest auf dem Papier.
Besonders erfreulich ist die Resonanz bei den Jüngsten: Über 18.000 Termine entfallen auf Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren. Diese Gruppe zählt zu den prioritären Zielen der Kampagne, da sie nicht nur selbst gefährdet ist, sondern auch als Treiber der Virusverbreitung in Familien und Schulen gilt. Genau hier setzt die Strategie der Behörden an, die längst erkannt haben, dass Impfen eine gesellschaftliche Verantwortung ist und kein individuelles Vergnügen.
Fakten, die nachdenklich stimmen
Doch wer jetzt in Euphorie verfällt, sollte einen Blick auf die nüchternen Zahlen der laufenden Saison werfen. In der Primärversorgung wurden bislang 497 Grippefälle und 1.516 Covid-19-Erkrankungen registriert. Im Krankenhausbereich mussten 71 Personen wegen Grippe behandelt werden, zwei davon auf der Intensivstation. Bei Covid-19 waren es 51 Einweisungen, drei Patienten benötigten intensivmedizinische Betreuung. Diese Zahlen mögen moderat erscheinen, doch sie sind ein Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Monaten droht.
Kritiker könnten einwenden, dass die Impfkampagne übertrieben sei, angesichts vergleichsweise milder Verläufe. Doch diese Argumentation verkennt die Realität: Die Influenzawelle hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Wer jetzt zögert, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der vulnerablen Gruppen – der über 60-Jährigen, chronisch Kranker, Schwangerer und eben der Kleinkinder.
Niedrigschwellige Angebote als Erfolgsrezept
Die Botschaft der Behörden ist klar: Wer sich noch nicht geimpft hat, sollte dies umgehend nachholen. Seit dem 19. Oktober können Familien ihre Kinder sogar ohne Voranmeldung in den sogenannten Txertogunes impfen lassen – ein niedrigschwelliges Angebot, das genau richtig ist, um die letzten Impfzögerlichen zu erreichen. Die Impfzentren in Álava, Bizkaia und Gipuzkoa nehmen alle Personen ab sechs Monaten ohne Termin auf.
Dabei wird je nach Altersgruppe unterschiedlich vorgegangen: Menschen ab 75 Jahren erhalten die adjuvante Impfung, Kinder von 24 bis 59 Monaten die nasale Variante, alle anderen die inaktivierte Impfung. Parallel wird bei Risikopatienten auch der Covid-19-Schutz verabreicht – eine sinnvolle Kombination, die doppelte Wege erspart.
Verantwortung endet nicht beim Impfstoff
Die Botschaft der Behörden ist klar: Wer sich noch nicht geimpft hat, sollte dies umgehend nachholen. Seit dem 19. Oktober können Familien ihre Kinder sogar ohne Voranmeldung in den sogenannten Txertogunes impfen lassen – ein niedrigschwelliges Angebot, das genau richtig ist, um die letzten Impfzögerlichen zu erreichen. Die Impfzentren in Álava, Bizkaia und Gipuzkoa nehmen alle Personen ab sechs Monaten ohne Termin auf.
Dabei wird je nach Altersgruppe unterschiedlich vorgegangen: Menschen ab 75 Jahren erhalten die adjuvante Impfung, Kinder von 24 bis 59 Monaten die nasale Variante, alle anderen die inaktivierte Impfung. Parallel wird bei Risikopatienten auch der Covid-19-Schutz verabreicht – eine sinnvolle Kombination, die doppelte Wege erspart.
Die Gesundheitsbehörden erinnern zudem an die einfachen Mittel, die neben der Impfung Wirkung zeigen: Händewaschen, regelmäßiges Lüften, im Krankheitsfall zu Hause bleiben und bei Bedarf eine Maske tragen. Diese Maßnahmen seien Teil einer präventiven Gesundheitsstrategie, wie sie der baskische Gesundheitspakt vorsieht.
Wie das baskische Gesundheitsministerium und Osakidetza betonen, schützt die Impfung nicht nur den Einzelnen, sondern auch das gesamte System. Wer sich impfen lässt, entlastet die Krankenhäuser in den kritischen Wintermonaten und trägt dazu bei, dass die Versorgung aller Patienten gesichert bleibt. Genau das ist der Kern der Botschaft: Impfen ist kein Akt des persönlichen Schutzes, sondern der Solidarität. Die hohe Zahl der Terminbuchungen zeigt, dass viele diese Verantwortung annehmen. Für alle anderen gilt: Es ist noch nicht zu spät.
Quellen: Europapress, baskisches Gesundheitsministerium, Osakidetza
Quelle: europapress.es