20 Millionen gegen Lärm an der A-49

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Sevilla

20 Millionen gegen Lärm an der A-49

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Weniger Krach für Anwohner der A-49

Das spanische Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hat den Auftrag für umfangreiche Lärmschutzarbeiten an der Autobahn A-49 offiziell vergeben. Mit einem Volumen von knapp 20 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer) sollen die Anwohner mehrerer Gemeinden im Großraum Sevilla künftig spürbar entlastet werden. Die Maßnahmen betreffen die Ortschaften Camas, Tomares, Castilleja de la Cuesta und Bormujos.

Austausch des Belags und neue Schutzwände

Die Bauarbeiten erstrecken sich über einen Abschnitt von rund 4,5 Kilometern, konkret zwischen den Kilometermarken 0 und 4,465. Kern der Maßnahmen ist zum einen die Erneuerung des Fahrbahnbelags: Der bestehende Asphalt wird durch ein sogenanntes fonoabsorbierendes Material ersetzt, das den Rollgeräuschpegel der Reifen deutlich reduzieren soll. Zum anderen werden über zwei Kilometer lange Lärmschutzwände aus Beton errichtet.

Der betroffene Streckenabschnitt der A-49 verläuft in diesem Bereich mit zwei Fahrbahnen und jeweils drei Spuren pro Richtung direkt durch ein urbanes Umfeld. Entlang der Trasse befinden sich sowohl Wohngebäude als auch Gewerbeansiedlungen, die von der hohen Verkehrsbelastung besonders betroffen sind.

Technische Details der Schutzwände

Die neuen Lärmschutzwände werden auf Metallpfosten montiert, die in der Regel im Abstand von vier Metern aufgestellt werden. In einigen speziellen Bereichen, wo stärkere Windlasten zu erwarten sind, wird der Abstand auf zwei Meter reduziert. Diese Pfosten tragen die eigentlichen Betonpaneele und sind über Ankerplatten mit dem Fundament verbunden.

Die Art der Fundamente ist nicht einheitlich und wird je nach den örtlichen Gegebenheiten angepasst. So kommen unterschiedliche Bauweisen zum Einsatz: Beispielsweise werden Schutzwände auf Pfählen mit einer verbindenden Kopfbalken-Konstruktion errichtet, auf bestehenden Stützwänden verankert, an vorhandenen Betonschutzwänden (New-Jersey-Profilen) befestigt oder als Portalrahmen über bestehende Bauwerke der Autobahn geführt. Bei der Wahl der Gründungsart spielen auch bestehende Entwässerungssysteme und Sicherheitsrückhaltesysteme eine Rolle.

Zeitrahmen und Auftragnehmer

Die Arbeiten sind auf eine Dauer von 29 Monaten ausgelegt, wie aus dem im staatlichen Anzeiger (BOE) veröffentlichten Vertrag hervorgeht. Die Durchführung übernimmt eine Arbeitsgemeinschaft (UTE), die sich aus den Firmen Probisa Vías y Obras SLU, Construcciones Maygar SL und Construcciones y Obras Verosa SLU zusammensetzt. Der Auftragswert beläuft sich auf 19,98 Millionen Euro.

Wie das Ministerium mitteilte, ist dieses Projekt Teil der zweiten Phase des Lärmaktionsplans (PAR) für die A-49 in der Provinz Sevilla. Die Investition reiht sich ein in das umfassendere Programm zur Erhaltung und Instandhaltung des staatlichen Straßennetzes, in das seit Juni 2018 insgesamt mehr als 214 Millionen Euro in der Provinz Sevilla geflossen sind.


Quelle: europapress.es

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