20 Jahre Haft für Femizid in Pasaia

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

San Sebastián

20 Jahre Haft für Femizid in Pasaia

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Urteil nach Geständnis

Die Provinzgerichte im Baskenland haben einen Mann zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt, der Ende November 2024 seine ehemalige Lebensgefährtin in deren Wohnung in Pasaia erschossen hat. Das Urteil erging am Donnerstag in einem sogenannten Schnellverfahren, nachdem der Angeklagte die Tat vollumfänglich eingeräumt hatte. Die Staatsanwaltschaft, die Verteidigung sowie die Nebenkläger hatten sich zuvor auf dieses Strafmaß verständigt.

Die Einzelheiten der Strafe

Die Gefängnisstrafe setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: 17 Jahre für das Tötungsdelikt, dazu kommen jeweils ein Jahr für zwei Fälle von nicht konditionalen Drohungen sowie für Nötigung und ein weiteres Jahr wegen illegalen Waffenbesitzes. Die Richter erkannten zudem auf eine strafverschärfende geschlechtsspezifische Komponente beim Mord. Auch das Verwandtschaftsverhältnis zu den Opfern weiterer Delikte wurde als erschwerend gewertet, da sich die Drohungen und Nötigungen gegen die Tochter der Getöteten richteten, die zum Tatzeitpunkt im Haus war.

Mildernde Umstände anerkannt

Das Gericht berücksichtigte allerdings ein Geständnis als strafmildernd. Der Mann war noch am selben Tag der Tat freiwillig auf einer Polizeiwache in Villabona erschienen, hatte die Tat gestanden und die Tatwaffe ausgehändigt. Diese Kooperation führte zur Anerkennung der sogenannten "Atenuante de confesión".

Neben der Haftstrafe muss der Verurteilte umfangreiche Entschädigungen zahlen: Die beiden Töchter des Opfers erhalten insgesamt 140.000 Euro. Eine Mitbewohnerin, die das Verbrechen miterleben musste, wird mit 25.000 Euro für die erlittenen seelischen Schäden entschädigt.

Wie Europa Press berichtet, ist das Urteil damit rechtskräftig.


Quelle: europapress.es

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