
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
189 Millionen Euro Drogengeld in Cádiz sichergestellt
Umfangreiche Beschlagnahmungen im Kampf gegen Drogenhandel
Die spanischen Sicherheitskräfte haben in der Provinz Cádiz innerhalb von fünf Jahren Vermögenswerte im Wert von rund 189 Millionen Euro sichergestellt. Wie aus einer Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Volkspartei (PP) hervorgeht, summieren sich die beschlagnahmten Güter aus mehr als 2.100 Operationen im Zeitraum zwischen 2021 und April 2026.
Die sichergestellten Vermögenswerte umfassen nach Angaben der Regierung verschiedene Kategorien: Bargeld, Guthaben auf Bankkonten sowie bewegliches und unbewegliches Eigentum. Die Verwendung der konfiszierten Güter richtet sich laut der schriftlichen Antwort nach der geltenden Gesetzgebung und den Entscheidungen der zuständigen Justizbehörden.
Verstärkte Ausrüstung und Personalaufstockung
Die Maßnahmen sind Teil des fünften Sonderplans für die Sicherheit im Campo de Gibraltar, der in sechs andalusischen Provinzen gilt. Die Regierung verweist in diesem Zusammenhang auf konkrete Schritte, die seit der Ermordung zweier Guardia-Civil-Beamter in Barbate im Februar 2024 eingeleitet wurden.
Dazu zählt die Einrichtung einer temporären Einheit am Fluss Guadalquivir, die dem Seemarinedienst von Cádiz untersteht. Darüber hinaus wurden die Einheiten in der Provinz mit zwei Patrouillenbooten, 31 Fahrzeugen, einer Drohne sowie verschiedenen Waffen und Schutzausrüstungen ausgestattet. Die Liste umfasst unter anderem sieben Sturmgewehre, zwei Maschinenpistolen, 14 Elektroschockpistolen und mehrere Schutzwesten.
Auch die ländliche Einsatzgruppe (URA) erhielt neue Ausrüstung: 63 Nachtsichtgeräte, 12 Wärmebildvisiere und ein spezielles Öffnungswerkzeug wurden geliefert. Weitere Ausrüstungsgegenstände wie 77 ballistische Helme und eine Wärmebildkamera stehen noch aus. Zudem wurde die Stellenanzahl der Guardia Civil in der Provinz Cádiz um 231 erhöht.
Schwankende Gewalt gegen Sicherheitskräfte
Die Zahl der gewalttätigen Vorfälle gegen Sicherheitskräfte ist in den vergangenen Jahren unterschiedlich ausgefallen. Zwischen 2021 und 2025 registrierte die Regierung insgesamt 162 solcher Vorfälle. Die jährliche Verteilung zeigt einen Rückgang von 41 Vorfällen im Jahr 2021 auf 26 im Jahr 2023, gefolgt von einem Anstieg auf 37 im Jahr 2024 und erneut 26 im Jahr 2025.
Trotz dieser Schwankungen verweist die Regierung auf eine hohe operative Aktivität gegen kriminelle Organisationen. Die Ermittlungen, Festnahmen und die Zerschlagung von Banden hätten kontinuierlich zugenommen. Auch bei der Sicherstellung von Drogen und Tatmitteln seien Erfolge zu verzeichnen, was den Sonderplan als wirksames Instrument im Kampf gegen den Drogenhandel bestätige.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, wurde die Antwort der Regierung bereits am 23. September versiegelt und liegt dem Parlament in Madrid vor. Die Frage der PP-Bundestagsabgeordneten zielte auf eine detaillierte Aufschlüsselung der Sicherheitslage und der Ergebnisse der Polizeiarbeit in der südspanischen Provinz ab. Die Entwicklungen in der Region bleiben ein zentraler Schwerpunkt der inneren Sicherheitspolitik des Landes.
Quelle: europapress.es