
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
133 Migranten binnen 24 Stunden gerettet
Einsatz Serie von Rettungsaktionen im Süden Mallorcas
Im Mittelmeer vor den Balearen hat sich die Zahl der Rettungseinsätze erneut gehäuft. Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Regierungsdelegation der Inseln berichtet, wurden innerhalb von 24 Stunden insgesamt 133 Menschen aus sechs Booten gerettet, die versuchten, die Küste der Balearen zu erreichen. Die meisten Zwischenfälle konzentrierten sich auf die Gewässer und Küstenabschnitte südlich von Mallorca.
Chronologie: Von Dienstagabend bis Mittwochmorgen
Der erste Einsatz begann am Dienstagabend. Gegen 22.44 Uhr entdeckten Beamte der Guardia Civil in Cala Barca nahe Santanyí zwölf Menschen nordafrikanischer Herkunft direkt an der Küstenlinie. Nur wenige Minuten später, um 22.50 Uhr, griffen die Seeeinheiten der Guardia Civil und die Seenotrettung ein: Etwa einen halben Kilometer südlich der Insel Cabrera retteten sie 21 Personen subsaharischer Herkunft aus einem Schlauchboot.
Gegen 23.05 Uhr folgte die nächste Operation. In einer Entfernung von rund 4,6 Seemeilen südlich von Cabrera nahm die Seenotrettung 27 weitere Menschen subsaharischer Herkunft an Bord. Die Einsätze setzten sich in der Nacht fort: Um 0.43 Uhr wurden 15 nordafrikanische Migranten ebenfalls südlich von Cabrera aus dem Wasser beziehungsweise von ihrem Boot geholt. Um 2.50 Uhr entdeckte die Guardia Civil erneut zwölf Menschen nordafrikanischer Herkunft, diesmal an der Küste der Bucht Cala Galiota, die ebenfalls zum Gemeindegebiet von Santanyí gehört.
Der bislang letzte registrierte Fall ereignete sich am Mittwochmorgen um 9.00 Uhr. In Cala Mondargó, ebenfalls in Santanyí, fanden Einsatzkräfte 29 Personen subsaharischer Herkunft an Land.
Jahresbilanz übersteigt 6.500 Ankünfte
Mit den jüngsten Rettungen steigt die Zahl der Migranten, die seit Jahresbeginn auf den Balearen registriert wurden, auf 6.541 Personen. Sie verteilen sich auf mehr als 350 Boote, die nach Angaben der Regierungsdelegation und des Innenministeriums gezählt wurden. Die Behörden rechnen angesichts der Wetterlage und der anhaltenden Migrationsbewegung mit weiteren Ankünften.
Die Rettungsdienste hatten am Dienstagvormittag bereits 17 Migranten in einem weiteren Boot abgefangen, die in der offiziellen Chronologie der nächtlichen und morgendlichen Einsätze gesondert erfasst wurden. Die Herkunft und der genaue Zustand der Geretteten wurden zunächst nicht näher erläutert. Die Behörden leiten nach der Ankunft üblicherweise Verfahren zur Identitätsfeststellung und gegebenenfalls Asylprüfung ein.
Quelle: europapress.es