13 Festnahmen bei Anti-Schmuggel-Operation in Algeciras

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Algeciras

13 Festnahmen bei Anti-Schmuggel-Operation in Algeciras

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Schlag gegen die Versorgungslogistik des Drogenhandels

Die spanische Guardia Civil hat einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Drogenschmuggel an der Südspitze des Landes erzielt. Wie die Behörde mitteilte, wurde bei einer groß angelegten Aktion eine kriminelle Vereinigung zerschlagen, die im Auftrag von Narcos deren Schnellboote mit Treibstoff und Proviant versorgte. Insgesamt nahmen die Ermittler 13 Personen fest.

Rekordfund an Benzin

Ein zentraler Aspekt der Ermittlungen war der Treibstoff. Die Beamten stellten bei Durchsuchungen rund 30.000 Liter Benzin sicher, das in hunderten Kanistern gelagert war. Nach Angaben der Behörde handelt es sich dabei um die größte Menge an abgefülltem Kraftstoff, die je von der Guardia Civil in der Region Algeciras beschlagnahmt wurde. Dieser Fund verdeutlicht die enorme logistische Kapazität, über die die Bande verfügte.

Hierarchische Struktur der Bande

Die Ermittlungen, die unter dem Namen „Operation Gualín“ liefen, förderten ein klar organisiertes Netzwerk zutage. Die Bande war den Angaben zufolge streng hierarchisch aufgebaut, wobei jedes Mitglied eine spezielle Aufgabe im Prozess der Lagerung, des Transports und der Verteilung des Materials hatte. Zur Verschleierung ihrer Aktivitäten nutzten die Beschuldigten verschiedene Fahrzeuge und Immobilien, in denen sie die Ware versteckten.

Nächtliche Lieferungen an die Küste

Die Vorgehensweise der Gruppe folgte einem festen Muster: In den frühen Morgenstunden transportierten die Mitglieder die Treibstoffkanister sowie Lebensmittel in Fahrzeugen zu abgelegenen Stränden oder Flussmündungen. Dort wurden die Güter auf kleinere Boote umgeladen, die dann auf das offene Meer hinausfuhren. Die Übergabe an die schnellen Drogenboote, die in Küstennähe auf ihre Versorgung warteten, erfolgte dann auf hoher See.

Gefahr für die Anwohner

Die Ermittler wiesen bei ihren Nachforschungen zudem auf ein erhebliches Sicherheitsrisiko hin. So wurden die brennbaren Flüssigkeiten in Wohnhäusern und anderen Gebäuden gelagert, die keinerlei geeignete Sicherheitsvorkehrungen für solch gefährliche Stoffe aufwiesen. Für die Bewohner der Umgebung stellte dies eine ernste Gefahr dar.

Beschlagnahmtes Material und Haftbefehle

Neben der Treibstoffmenge konnten die Ermittler vier gemietete Lieferwagen, ein privates Fahrzeug, ein Boot sowie 11.000 Euro Bargeld sicherstellen. Außerdem wurde ein zuvor als gestohlen gemeldeter Lastwagen wieder aufgefunden. Vier der festgenommenen Personen wurden auf Anordnung der Justizbehörden in Untersuchungshaft genommen.

Die Ermittlungen wurden federführend von der Kriminalpolizei der Guardia Civil in San Roque-La Línea geführt, wobei weitere Spezialeinheiten der Kommandantur Algeciras unterstützten.


Quelle: europapress.es

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