Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Wie ein Wein-Tourismus-Kurs für Menschen mit Behinderung offiziell werden soll
Ein Kurs will Maßstäbe setzen
Der inklusive Kurs “Enoturismo para tod@s” (Weintourismus für alle) könnte bald einen offiziellen Status erhalten. Hinter den Kulissen laufen Gespräche, um die Ausbildung für junge Menschen mit Down-Syndrom und intellektueller Beeinträchtigung als reguläres Bildungsprogramm anerkennen zu lassen. Das berichtet die andalusische Regionalregierung.
In einem Treffen im Regulierungsrat für Jerez-Wein wurden die nächsten Schritte erörtert. Ziel ist es, den Kurs in das Verzeichnis der Ausbildungsberufe der andalusischen Arbeitsbehörde aufzunehmen. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um die Qualifikation zu standardisieren und für Betriebe sichtbarer zu machen.
Theorie und Praxis für den Wein-Tourismus
Das Programm umfasst 25 Stunden und verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Einblicken. Es soll den Teilnehmenden einen Zugang zur Arbeitswelt im berühmten Weinbaugebiet Marco de Jerez eröffnen – sei es in Weingütern, Museen oder der Gastronomie. Initiiert wurde der Kurs von der “Ruta del Vino y el Brandy del Marco de Jerez” in Kooperation mit der Provinzverwaltung von Cádiz und einem Lehrstuhl der Universität von Cádiz.
Daniel Sánchez Román, der regionale Arbeitsdezernent für die Provinz Cádiz, betonte bei dem Treffen die Verfügbarkeit weiterer Förderinstrumente wie besondere Beschäftigungszentren. Eine Idee ist zudem, die Initiative mit kommunalen Arbeits- und Ausbildungsprogrammen zu verknüpfen.
Breite Unterstützung für mehr Inklusion
Die Resonanz bei den beteiligten Institutionen ist durchweg positiv. Die Vereinigung Aspanido aus Jerez unterstreicht, wie wichtig solche Formate sind, um Unternehmen und Menschen mit Behinderung zusammenzubringen. Auch der Regulierungsrat des Jerez-Weins sprach sich deutlich für eine Normalisierung der Inklusion in der Branche aus. Eine offizielle Akkreditierung des Kurses wird als Schlüssel gesehen, um echte Chancen zu schaffen und Vorurteile abzubauen.
Ein möglicher nächster Schritt ist die Ausarbeitung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Weinstraße und der Universität von Cádiz. Dies könnte die Ausbildung erweitern, feste Praktikumsplätze etablieren und die Nutzung universitätseigener Einrichtungen ermöglichen.
Quelle: Junta de Andalucía / Europa Press