Ein kleiner Flugkörper, große Wirkung: Der Luftraum über Gibraltar wurde erneut durch eine Drohne beeinträchtigt. Das Resultat? Ein Militärflugzeug musste umkehren.
Es war ein Samstagabend im November, als am Flughafen Gibraltar die Alarmglocken schrillten. Fluglotsen entdeckten ein unbemanntes Flugobjekt. Die Konsequenz: Eine sofortige Gefährdung des Luftraums. Besonders brisant ist die Lage am „Felsen“ ohnehin schon: Enge Platzverhältnisse, Nähe zu Wohngebieten, da muss jeder Handgriff sitzen.
Umweg über Portugal
Für den Militärjet RRR1259, der aus Northolt bei London kam, bedeutete das: Landung abgebrochen. Die Crew musste den Anflug auf den Flughafen Gibraltar in letzter Sekunde stoppen. Stattdessen kreiste die Maschine, in der Hoffnung, die Situation würde sich klären. Vergeblich. Der Pilot entschied sich schließlich zur Landung im portugiesischen Faro. Eine kluge Entscheidung, denn Sicherheit geht vor, oder?
Auch Zivilflüge betroffen
Doch nicht nur das Militär war betroffen. Auch Passagiere der EasyJet Maschine nach Manchester mussten sich gedulden. Der Flieger stand startbereit auf der Rollbahn, als die Meldung über die Drohne kam. Der Kapitän informierte die Fluggäste über die Verzögerung. Fast eine Stunde mussten sie ausharren, bis die Entwarnung kam und der Flug endlich starten konnte.
Gefahrenpotenzial Drohnen
Gerade in Gibraltar sind solche Zwischenfälle heikel. Die Landebahn ist kurz, liegt zwischen Meer und Felsen und wird von einer Hauptstraße gekreuzt. Piloten haben hier ohnehin kaum Spielraum. Ein Zusammenstoß mit einer Drohne, so klein sie auch sein mag, kann verheerende Folgen haben. Das Risiko eines Absturzes ist real. Der Betrieb von Drohnen in der Nähe von Flughäfen ist daher strengstens untersagt. Ob sich alle daran halten? Fraglich.
Quelle: Spanische Medienberichte
