Die Häfen von Algeciras und Tarifa erhalten ab sofort bis zum 3. September massive Unterstützung durch die „Operación Minerva“. Unter der Leitung der spanischen Nationalpolizei und in Koordination mit der Agentur Frontex patrouillieren hier verstärkt Beamte, um gegen illegale Migration und grenzüberschreitende Kriminalität vorzugehen. Klingt erstmal nach Standard, aber:
Europäische Zusammenarbeit
Das Besondere: Neben 35 spanischen Polizisten sind auch Kräfte aus 15 anderen EU-Staaten mit am Start, darunter Deutschland, Österreich, Belgien und sogar Norwegen. Insgesamt sind 129 Spezialisten im Einsatz, darunter Experten für gefälschte Dokumente, Vernehmungsbeamte und Hundeführer.
Fokus auf Schleuser und Menschenhändler
Im Fokus der Operation stehen nicht nur die Bekämpfung illegaler Einwanderung, sondern auch die Aufdeckung von Schleuserbanden und Menschenhändlern sowie der Kampf gegen Drogen- und Fahrzeugschmuggel.
Ziel ist es, durch die gesammelten Informationen die Ermittlungsarbeit der Behörden zu unterstützen und operative Maßnahmen gegen diese kriminellen Aktivitäten zu verstärken. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen vor allem dazu dienen, den illegalen Personenverkehr zu unterbinden.
Letztes Jahr schon erfolgreich
Die „Operación Minerva“ ist keine Premiere. Im letzten Jahr wurden im Rahmen der Operation bereits über 3.700 polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, was zu 234 Festnahmen, über 1.000 Ordnungswidrigkeiten und 92 Einreiseverweigerungen führte.