Die Stadtverwaltung von Algeciras warnt aktuell vor Betrugsversuchen in den sozialen Medien. Kriminelle nutzen gefälschte Profile, um an persönliche Daten zu gelangen. Besonders im Visier: Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel.
Bus-Tickets zum Schleuderpreis?
Unter dem Namen CTA-ALGESA, dem städtischen Busunternehmen, kursiert auf Facebook ein verlockendes Angebot: 500 Guthabenkarten für’s Busfahren sollen zum Spottpreis von zwei Euro erhältlich sein. Angeblich feiert CTA-ALGESA seinen fünften Geburtstag und will die Fahrgäste beschenken.
Wer auf den Link klickt, landet auf einer gefälschten Webseite, die dem Original täuschend ähnlich sieht. Dort werden persönliche Daten abgefragt – Ziel ist ganz klar der illegale Datendiebstahl.
Nicht Klicken!
Die Stadtverwaltung betont, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Bürger sollten unter keinen Umständen ihre Daten preisgeben oder den Link anklicken. CTA-ALGESA hat bereits die offiziellen Kanäle genutzt, um vor der Betrugsmasche zu warnen und eine Anzeige wegen Identitätsdiebstahls bei den Behörden erstattet.
Auch Finanzamt im Visier
Doch nicht nur Busfahrer sind Ziel von Betrügern. Aktuell sind auch SMS im Umlauf, die angeblich vom Finanzamt stammen. In den Nachrichten wird auf eine „gravierende Unstimmigkeit“ in der Steuererklärung hingewiesen, verbunden mit einer möglichen Strafe von über 900 Euro. Um das Problem zu beheben, sollen Betroffene umgehend Dokumente über einen Link einreichen. Dieser Link führt jedoch zu einer gefälschten Webseite, die darauf abzielt, persönliche und Bankdaten abzugreifen.
So schützt du dich!
Diese Art von Betrug, auch Phishing genannt, setzt auf Panikmache. Die Bürger sollen aus Angst vor Strafe unüberlegt handeln. Das Finanzamt weist jedoch ausdrücklich darauf hin, niemals sensible Daten per SMS oder E-Mail abzufragen.
Folgende Tipps helfen, Betrug zu erkennen:
- Absender genau prüfen: Ist die Domain wirklich
agenciatributaria.es
? - Nicht auf Links klicken: Bei verdächtigen SMS oder E-Mails, die man nicht erwartet hat, sollte man skeptisch sein.
- Webseite direkt aufrufen: Die Adresse des Finanzamtes sollte man immer direkt in den Browser eingeben.
- Verdacht melden: Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte diese melden. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank informieren.
Polizei und Guardia Civil raten, solche Warnungen an Familie und Freunde weiterzugeben, um zu verhindern, dass besonders gefährdete Personen Opfer der Betrüger werden. Bei Verdacht auf Betrug kann man sich an die zuständigen Behörden wenden oder Anzeige erstatten.