News von der Costa del Sol

Ein Stück Geschichte

Abschied von Patrouillenboot „Río Miño“

10. Juni 2025

Ende einer Ära

Am 20. Mai 2025 machte das Patrouillenboot „Río Miño“ der Guardia Civil zum letzten Mal im Hafen von Málaga fest. Neben dem Schwesterschiff „Río Segura“ liegend, verabschiedete sich der Veteran endgültig von den Gewässern Málagas, bevor er offiziell außer Dienst gestellt wurde. Aktuell liegt das Schiff in El Musel, wie der Hafen von Gijón genannt wird, und wartet auf seine Verschrottung durch das Unternehmen DDR Vessels XXI.

Der Hochseepatrouiller, der bis vor kurzem in Cádiz stationiert war, war der erste seiner Art für den maritimen Dienst der Guardia Civil. Im Laufe seiner langen Karriere hatte er immer wieder Berührungspunkte mit dem Hafen von Málaga, die über die üblichen technischen Stopps hinausgingen.

Vom Fischfang zum Küstenschutz

Die „Río Miño“ entstand aus einer Beschlagnahmung und einem anschließenden Umbau. Das Schiff wurde 1984 in Japan als Langleinenfischerboot gebaut und fuhr unter den Namen Tensho Maru Nº 28 und Daian Maru Nº 28 unter japanischer Flagge sowie als Amazonas Reefer I unter panamaischer Flagge. 2007 wurde es in den Armón Burela Werften in Lugo für die Bedürfnisse der Guardia Civil del Mar umgebaut.

Einsätze und Ereignisse

Das Schiff operierte in verschiedenen Küstenabschnitten Spaniens. Seine erste wichtige Rolle in den Gewässern von Málaga spielte es im Januar 2010, als das Schwimmdock von Mario López für Reparaturen ausgewählt wurde. Nach Abschluss der Arbeiten, die etwas mehr als zwei Wochen dauerten, spielte das Schiff im Juni 2015 erneut eine besondere Rolle im Hafen von Málaga. Zusammen mit anderen maritimen Einheiten der Guardia Civil war es am Kai Nummer zwei Zeuge der Präsentation der Operation Indalo 2015, einer internationalen Mission zur Bekämpfung illegaler Einwanderung, koordiniert von der Europäischen Agentur für die Grenzverwaltung.

Nur wenige Wochen später eskortierte die „Río Miño“ den unter kongolesischer Flagge fahrenden Frachter Just Reema, der mit 14.764 Kilo Haschisch an Bord auf hoher See beschlagnahmt worden war, nach Málaga.

Ein wichtiges Schiff der Guardia Civil beendet somit seine aktive Dienstzeit und hinterlässt eine bemerkenswerte Verbindung zum Hafen von Málaga.

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